2. Juli 2026

„Auschwitz. In front of your eyes“ – Bildungsministerin würdigt langjähriges Engagement des Eldenburg-Gymnasiums Lübz

Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Anlässlich des Projekts „Auschwitz. In front of your eyes“ hat Bildungsministerin Simone Oldenburg das langjährige Engagement des Eldenburg-Gymnasiums Lübz für Demokratiebildung und Erinnerungskultur gewürdigt. Im Rahmen der Themenwoche „Mensch sein“ der 9. Jahrgangsstufe haben Schülerinnen und Schüler der Schule an einem digitalen Live-Rundgang durch die Gedenkstätte Auschwitz teilgenommen. „Die digitale Führung ist ein wichtiges Angebot, um jungen Menschen das Wissen über den Holocaust eindringlich zu vermitteln – gerade dann, wenn ein Besuch vor Ort nicht möglich ist. Erinnerungskultur ist das Fundament unserer Demokratie. Sie schützt vor Geschichtsverfälschung und dem Wiedererstarken menschenverachtender Ideologien“, so die Bildungsministerin.

Mit dem Projekt „Auschwitz. In front of your eyes“ eröffnet die Stiftung Auschwitz-Birkenau neue Wege der historischen Bildung. Die rund 105-minütige Live-Führung wird von speziell geschulten Guides durchgeführt und kombiniert Kamerabilder vom Gelände mit Archivmaterial, Zeitzeugen-Videos und interaktiven Elementen. Sie ist in sieben Sprachen verfügbar und kann über visit.auschwitz.org gebucht werden. Das Angebot ist didaktisch fundiert, interaktiv und niedrigschwellig. Es ersetzt keinen realen Besuch, sondern ergänzt die schulische Vermittlung historisch-politischer Bildung.

Die Idee für das Projekt entstand während der Corona-Pandemie, als die Gedenkstätte für Besucherinnen und Besucher geschlossen war. Heute ist es eine Antwort auf schwindende Zeitzeugen und wachsende gesellschaftliche Herausforderungen. „Da immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen persönlich von ihren Erfahrungen berichten können, gewinnen neue Formate der Erinnerungsarbeit, wie dieses digitale Angebot, an Bedeutung“, sagte Simone Oldenburg. „Denn sie helfen, die Erinnerung an die Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus lebendig zu halten und den Opfern auch für kommende Generationen eine Stimme zu geben“, so Oldenburg.

Wie dies auch in der schulischen Praxis gelingen kann, zeigt das Eldenburg-Gymnasium Lübz nach Ansicht der Ministerin seit vielen Jahren in besonderer Weise durch die Umsetzung zahlreicher Projekte zur historisch-politischen Bildung. So waren Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums beispielsweise an dem Projekt „Als junger Mensch in der Shoah“ beteiligt. Dabei wurden Interviews mit Holocaust-Überlebenden aufgezeichnet und für den Unterricht dauerhaft zugänglich gemacht. […]

(Quelle: Aktuell – Regierungsportal M-V)

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