Wanderausstellung zum Thema Schwangerschaft und FASD am EGL zu Gast
In den vergangenen Wochen war an unserer Schule eine besondere Wanderausstellung zu Gast, die sich mit den natürlichen Abläufen von Schwangerschaft und Geburt sowie mit den Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft beschäftigte. Ziel der Ausstellung war es, Wissen zu vermitteln, Bewusstsein zu schaffen und Empathie für betroffene Menschen zu fördern.
Die Ausstellung wird vom FASD Netzwerk Nordbayern e.V. organisiert. Der gemeinnützige Verein wurde 2012 gegründet und setzt sich dafür ein, über die Krankheit „Fetale Alkohol-Spektrum-Störung“ (FASD) aufzuklären, die durch mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entsteht. Neben Informations- und Präventionsarbeit unterstützt der Verein betroffene Menschen und ihre Angehörigen. Ein zentrales Ziel ist es, dazu beizutragen, dass künftig weniger Kinder mit dieser vollständig vermeidbaren Erkrankung geboren werden.
Die Schülerinnen und Schüler durchliefen während ihres Besuchs drei verschiedene Stationen:
In einem begehbaren Zelt erhielten die Kinder und Jugendlichen einen anschaulichen Einblick in den Verlauf einer Schwangerschaft. Anhand verschiedener Gewichte konnten sie erfühlen, wie schwer ein ungeborenes Kind in den einzelnen Schwangerschaftsmonaten ist. So wurde die Entwicklung nicht nur theoretisch erklärt, sondern auch körperlich erfahrbar gemacht.
Ergänzend dazu sahen die Schülerinnen und Schüler einen anschaulich animierten Film, der Monat für Monat zeigte, wie sich das Baby im Mutterleib entwickelt und wie schließlich die Geburt abläuft. Die verständliche und eindrucksvolle Darstellung half dabei, ein realistisches Bild dieser besonderen Lebensphase zu bekommen.

An der zweiten Station stand die Erkrankung FASD im Mittelpunkt. In einem weiteren Film wurde erklärt, wie Alkohol die Entwicklung eines ungeborenen Kindes schädigen kann und welche langfristigen Folgen daraus entstehen können.
Besonders eindrucksvoll war der Vergleich zweier Babypuppen: Eine stellte ein gesundes Neugeborenes dar, die andere ein an FASD erkranktes Kind. Die Schülerinnen und Schüler durften beide Puppen in die Hand nehmen und konnten neben optischen Unterschieden auch das deutlich geringere Gewicht des erkrankten Babys wahrnehmen.
Zusätzlich erfuhren sie, wie sich FASD auf das Verständnis, das Verhalten und den Alltag der betroffenen Menschen auswirkt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Rücksichtnahme, Unterstützung und Integration sind.
An der letzten Station konnten die Schülerinnen und Schüler eigenständig Texte lesen und kurze Filme rund um das Thema Schwangerschaft und FASD ansehen. So hatten sie die Möglichkeit, sich individuell weiter zu informieren und offene Fragen zu klären.
Die Wanderausstellung hat eindrucksvoll gezeigt, wie komplex und sensibel die Entwicklung eines ungeborenen Kindes ist – und wie gravierend die Folgen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft sein können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass FASD vollständig vermeidbar ist und dass betroffene Menschen Verständnis und Unterstützung brauchen.
Wir danken dem FASD Netzwerk Nordbayern e.V. herzlich für diese informative und bewegende Ausstellung, die unseren Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke und wichtige Denkanstöße gegeben hat.