Vernissage im Karower Meiler: Mit der Tierwelt unter einem Dach (04-03-2019)

Im Karower Meiler ist eine Bilderausstellung von Schülern des Lübzer Gymnasiums eröffnet worden

Ausstellung Karower Meiler 03-2019

Kunst im Karower Meiler: Die Bilder wurden von Schülern aus Lübz gemalt.
Foto: Degner

Monika Degner „Kraniche im Schnee“, nun ja, besser als Schneeeule im Schnee. Ein bisschen grau-schwarz, diffus, aber künstlerisch sehr attraktiv heben sich die gefiederten Rückkehrer auf den Bildern der Klasse 7a vom Eldenburg-Gymnasium (EGL) vom weiß grundierten Untergrund ab. Daneben hängen die Darstellungen kahler Baumgruppen, holzschnittartig abstrahiert, ebenfalls ausgesprochen dekorativ. Die genannten Motive wurden einzeln gezeichnet, ausgeschnitten und dann auf den jeweils vorbereiteten Grund aufgeklebt.Die Rede ist von einer Ausstellung von Bildern aus dem Kunstunterricht des Eldenburg-Gymnasiums. Der Ort, an dem die Schülerbilder von nun an für drei Monate zu sehen sein werden, ist der Karower Meiler. Zur Vernissage hatte die stellvertretende Naturparkleiterin Evelyn Kartheuser geladen.

Es dauerte ein Weilchen, bis die Schüler, deren Bilder ausgewählt worden waren, und interessierte Eltern am etwas abgelegenen Ort eingetroffen waren. Die beiden Kunstlehrerinnen am EGL, Heike Lehmann und Carola Henkelmann, quasi Kuratorinnen der Ausstellung, begrüßten hier und regelten da, bis sie schließlich nach der offiziellen Eröffnung durch Evelyn Kartheuser pädagogische und künstlerische Intentionen und einzelne Aufgabenstellungen und Projekte vorstellten.

„ARTenVIELFALT“ ist die Ausstellung überschrieben und die Verteilung der Groß- und Kleinbuchstaben im Titel deutet auf das hin, was den Karower Meiler und die Werke der jungen Menschen verbindet: Vielfalt wahrnehmen, erschaffen, schützen. Angesichts der Bilder ließe sich noch die Vielfalt künstlerischer Techniken, die hier eingesetzt wurden, nennen. Eine der ausgestellten Bildgruppen verdeutlichte Letzteres besonders ungewöhnlich. Im landesweiten Projekt „Künstler für Schüler“ hatte Künstlerin Daniela Melzig aus Augzin im April 2018 ihre Schüler mit übereinander geklebten transparenten Papierschichten Geschichte „erzählen” lassen. Die jeweils persönliche Geschichte wurde so in Verbindung mit der europäischen, speziell mit dem 1. Weltkrieg, gesetzt.

Auch das Einüben von Reduktion und Abstraktion hatte offenbar keinen geringen Stellenwert im Kunstunterricht. Wir sehen knallbunte Tiergesichter, zum Beispiel das einer Eule, reduziert auf wenige charakteristische Merkmale. Während weniger Minuten hatten die Schüler die Themen Wald, Mensch, Sonne als Piktogramme zu Papier zu bringen. Es gab auch ein Rahmenprogramm zur Vernissage: Schülerin Maria Steffen sang, begleitet von Musiklehrerin Constanze Zielke.