Schnappschüsse

  • Mit-Argumenten-Stärke-gezeigt-b HOMEPAGEcontent-1464629546Lehrercontent-1464629544content-1464629532content-1464629538content-1464629533JD Fr. ThesdorfTheaterprobe-2016  HOMEPAGEHerr Nagelcontent-1464629534content-1464629540content-1464629545content-1464629548content-1464629553Volleyball-2016-2 HOMEPAGEVolleyball-2016-12content-1464629530content-1464629551content-1464629547content-1464629541Theaterprobe-2016  HOMEPAGEStadtführer-einfach-2 HOMEPAGEcontent-1464629536JD Zuschauercontent-1464629542content-1464629552Theaterprobe-2016content-1464629535content-1464629550Mit-Argumenten-Stärke-gezeigt-a HOMEPAGEVolleyball-2016-2 HOMEPAGEZierer-2-lübzcontent-1464629539BO- Tag 25.3.2017Mit-Argumenten-Stärke-gezeigt-c2 HOMEPAGE

Gymnasium Lübz 1991-1999

Die Entwicklung unserer Schule seit 1991Zum Anfang

Die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen der Jahre 1989/90 machten auch grundlegende Umstrukturierungen im Schulwesen notwendig.
Somit wurde aus der „Erweiterten Oberschule”, die sich im Gebäude der „Friedrich-Engels-Oberschule 2″ in der Schützenstraße befand, das “Gymnasium Lübz”, welches zum Beginn des Schuljahres 1991/92 in die ehemalige „Willi-Bredel-Oberschule” in der Thomas-Mann-Straße umzog.
Dazu muss aber gesagt werden, dass bereits im Schuljahr 1990/91, im Jahr nach der Wende, an der EOS Lübz wieder Schüler in die 9. Klasse aufgenommen wurden, nachdem in den Jahren 1982-1990 nur der Abiturteil Klasse 11/12 in der DDR existierte. Somit gab es gleich nach der Wende kein 10. Schuljahr.
Nach dem Umzug nahm die Schule am 24. August 1991 unter Leitung von Hans-Dieter Düwel mit 42 Lehrerinnen und Lehrern in den Klassenstufen 7-12 seinen Unterrichtsbetrieb auf.
In den Vormonaten waren umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten besonders im Innenbereich der Schule durchgeführt worden, die am Tag des Schulbeginns jedoch noch nicht überall abgeschlossen werden konnten.
Die sogenannte Vorbereitungswoche in den letzen Tagen der Sommerferien nutzten die Lehrerinnen und Lehrer nicht nur für die inhaltliche Vorbereitung des neuen Schuljahres in Dienstberatungen und Fachkonferenzen, sondern auch zum gegenseitigen Kennenlernen, denn der größte Teil der Lehrkräfte kam aus den polytechnischen Oberschulen des ehemaligen Kreises Lübz und nahm zum oben genannten Zeitpunkt seine Arbeit am Lübzer Gymnasium auf.

Zu den Tätigkeiten kurz vor Beginn des Schuljahres gehörte auch das Einräumen des Schulgebäudes, Reinigungs- und Aufräumungsarbeiten, sowie das Sortieren von Unterrichtsmaterialien und Lehrbüchern, die wegen der anstehenden Bauarbeiten in der kleinen Turnhalle der Schule gelagert waren.
Am ersten Schultag waren die Bauarbeiten, sowie die Aufräumungsarbeiten bei weitem nicht abgeschlossen, doch konnte, wenn auch zum Teil provisorisch, mit dem Unterricht begonnen werden. Zum Beispiel war der Physikraum 20 bis dato nur im Rohbau fertiggestellt, die Übergabe erfolgte dann erst ca. vier Wochen später.
Obwohl schon von Anfang an die Räumlichkeiten des ehemaligen Kindergartens direkt neben dem Hauptgebäude des Gymnasiums als Unterrichtsräume genutzt wurden, hatte man Probleme, die ca. 800 Schüler in den vorhandenen Klassenzimmern unterzubringen.
Aus diesem Grunde mussten weitere Ausweichlösungen, wie z.B. in der 500 m entfernten Baracke der Volkshochschule & „Station für Naturwissenschaft und Technik”, geschaffen werden.
Die Lage gestaltete sich jedoch als katastrophal, da die dortigen Räumlichkeiten nur sehr schlecht ausgestattet und in einem technisch desolaten Zustand waren. Außerdem ging durch den Weg von der Schule zu den außerhalb liegenden Räumen immer viel Unterrichtszeit verloren (gerade im Winter).

Ein weiteres Problem war auch die Unterbringung der 5. und 6. Klassen, die bis dato nur in den Realschulen unterrichtet werden konnten. Laut Schulgesetz besteht aber auch für sie die Möglichkeit, ein Gymnasium zu besuchen.
Dies ist jedoch bis zum Jahre 1995 aus chronischem Platzmangel an unserer Schule nicht möglich gewesen, bis im Sommer 1995 eine Ausweichlösung geschaffen wurde:
Man errichtete auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens „mobile Unterrichtsräume”, bestehend aus fünf Klassenräumen, die allesamt neu möbliert und eingerichtet worden sind. Dieser „mobile Unterrichtsbau” wurde vorerst für 10 Jahre auf Leasingbasis angemietet und kann somit wieder entfernt werden, wenn die Schülerzahlen rückläufig sind.
Ein Raum in diesem Gebäude ist komplett neu für den Musikunterricht eingerichtet worden, sodass auch ein großer Wunsch der Musiklehrer erfüllt werden konnte.

Neben Problemen der Unterbringung der Schüler mussten aber in den ersten Jahren des Bestehens unseres Gymnasiums auch Sicherheitsprobleme beseitigt werden.
Aus diesem Grund musste im Sommer 1996 eine zweite Treppe in das Schulhaus eingebaut werden, da laut den Sicherheitsbestimmungen zwei Fluchtwege in einer Schule vorhanden sein müssen, die nicht länger als 20 Meter sein dürfen.
Ergänzt wurde diese Sicherheitsmaßnahme durch Feuerschutztüren im Treppenbereich, die sich im Brandfall automatisch schließen und so eine Ausbreitung des Feuers verhindern sollen.

Im Dezember 1997 hatte die Schule außerdem nach langer Zeit ein neues Computerkabinett mit zeitgemäßer technischer Ausrüstung erhalten, denn die alten Computer waren schon längst technisch veraltet und Fehler in den Rechnern sowie der Vernetzung (soweit noch vorhanden) machten den Informatikunterricht teilweise unmöglich.
Für das neue Computerkabinett wurde der Raum 32 in der oberen Etage völlig renoviert, sodass 11 Schülercomputer und ein Netzwerkserver auf neuem Mobiliar darin Platz fanden. Daneben wurden auch zwei neue Drucker, Scannertechnik, ein Overhead-Projektor, der den Bildschirminhalt auf die Wand projizieren kann, und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (für den Stromausfall) angeschafft.
Insgesamt hatte die gesamte neue Ausrüstung ein Kostenvolumen von 80.000 DM. Durch die neue Computertechnik wurde nun auch die Möglichkeit geschaffen, schon 5. und 6. Klassen mit neuer Anwendungssoftware vertraut zu machen, was bisher nur für Schüler ab der 9. Klasse möglich war.

Neben der Pflasterung vor der Sporthalle wurde auch der Schulhof in den Sommerferien ’98 mit einem neuen Hauptweg und kleineren Seitenwegen zu den Eingängen versehen.
Auch dies war sicher ein großer Wunsch aller Schüler und Lehrer, denn bei schlechtem Wetter war der Schulhof fast unbegehbar.

Besonders deutlich wurde dieses Problem in einer Büttenrede vom 23.02.1996:

„Wenn ich so übern Schulhof geh’,
dann tut mein Herze gar so weh,
an Stiefel und Hose klebt die Gatsche,
wenn ich nach der Hofpaus’ ins Warme rin latsche.
Und ist es mal trocken und weht dann der Wind,
so glauben die Leute, im Sahara-Sandsturm sie sind.
Man sieht dann nicht mehr die Hand vor den Augen,
vielleicht sollte man auf dem Schulhof mal saugen.
Den ganzen Dreck hinein ins Säckchen,
und dann schnell zum Kultus – hin, als Päckchen.”

Insgesamt hat sich aber seit dem Bestehen der Schule vieles getan, sodass viele anfängliche Probleme beseitigt werden konnten.

GraffitiZum Anfang

Nachdem vor einigen Jahren Gebäude des Gymnasiums durch Jugendliche mit Spraydosen beschmiert worden waren, fanden sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule zusammen, um Wandflächen  am  Hauptgebäude, am Giebel  der Aula sowie an der Hofseite des Containers mit eigenen Motiven zu gestalten.

Hofseite des Containers

Die Ideen wurden mit der Schulleitung, mit den Kunstlehrern sowie mit dem Schülerrat beraten und dann von interessierten und talentierten Schülern umgesetzt. Das erste Motiv an der Wand der Aula entstand in der Freizeit, die anderen wurden in den Projekttagen angefertigt.

Am Fahrradständer des Hauptgebäudes

SportZum Anfang

Dem Fach Sport gebührt eine besondere Stellung in unserem Schulalltag.

Viele Jahre war die Situation im Sportunterricht unzumutbar. Die Unterbringung der Schüler in den Turnhallen gestaltete sich als sehr schwierig, denn die hauseigene Sporthalle konnte bei einer Fläche von 200 Quadratmetern nur von maximal einer Klasse genutzt werden. Da jedoch bedingt durch die Schulgröße es stundenplantechnisch nicht möglich war, nur eine Klasse bzw. Sportgruppe pro Unterrichtsstunde zu planen, wurden geteilte Stunden organisiert, in denen die eine Gruppe 22 Minuten praktischen Sportunterricht durchführte, die andere dieselbe Zeit Theorie im Vorraum machte und nach Ablauf der Zeit gewechselt wurde. Aufgrund dieser Situation war es notwendig, die städtischen Turnhallen in der Plauer Chaussee und am Rudolf–Harbig-Sportplatz sowie die der neuen Schule für Lernbehinderte zu nutzen. Besonders der lange und damit zeitraubende Weg bis zur Lernbehindertenschule am „Neuen Teich” machte Doppelstunden notwendig, um den Zeitverlust wenigstens teilweise abzugleichen.

Der überaus schlechte bauliche Zustand der Turnhalle an der Plauer Chaussee machte Schülern und Lehrern in besonderem Maße zu schaffen. Im Winter 1997 musste die Halle wegen kaputtgefrorener Heizungsrohre für den Unterricht gesperrt werden. Seit längerer Zeit konnten Spielsportarten aus Gründen der Sicherheit nicht durchgeführt werden, da Gebäude und Ausstattung jahrzehntelang genutzt, aber nicht erneuert bzw. den sich verändernden Anforderungen angepasst wurden.

Diese angespannte Lage im Schulsport machte es notwendig, nach Lösungen zu suchen, die trotz allem den Unterricht so gut wie möglich gerecht wurden. Das stellte höchste Ansprüche an Schüler und Lehrer, denn es wurde so lange es ging die Freiluftsaison verlängert, notgedrungen ein Wechsel von Theorie und Praxis betrieben – und doch war immer eine ungebrochene Bereitschaft der Schüler vorhanden, sportliche Höchstleistungen zu vollbringen.

Nach jahrelangen Verhandlungen konnte hier 1997 eine Lösung gefunden werden. Am 20.03.1997 vollzog Landrat Klaus-Jürgen Iredi den ersten Spatenstich für die neue Sporthalle des Gymnasiums, bestehend aus drei Spielfeldern bei einer Größe von 22 x 44 Metern. Schon 1996 erfolgte die Ausschreibung für den Rohbau der Turnhalle. Den Zuschlag erhielt letztendlich eine westdeutsche Planungsgruppe mit weitreichenden Erfahrungen im Hallenbau, die mit einer Reihe von ortsansässigen Firmen den Bau realisierte.

Die Investitionssumme betrug ca. 3,7 Millionen DM. Finanziert wurde der Bau von einer Kommunal-Leasing-Gesellschaft. Die Nutzung erfolgt durch den Landkreis auf der Basis eines Langzeitmietvertrages.

Dass die Schüler zum Fach Sport jedoch auch geteilter Meinung sind, zeigen einerseits die vielen Rekorde, Urkunden und Pokale, andererseits aber auch, ein Auszug aus einer Büttenrede:

“…Mein schlimmstes Fach, das ist der Sport,
einfach ‘ne Plage, reinster Mord.
Sportlehrer freuen sich bei Frost und Hitze,
wenn ich meine Runden auf der Aschenbahn flitze
und lachen nur höhnisch,
wenn ich auf den Sportlertod wart’.
Komm’ schon, du Steifbock,
was nicht sofort tötet, macht hart.”

Eine besondere Tradition soll noch Erwähnung finden. Im Herbst 2000 jährt sich zum 10. Mal das Volleyballturnier der Mädchen der 9.-12. Klassen. Selbst “Altschüler” nehmen immer wieder gerne an diesem Wettbewerb teil. Die Lehrermannschaft stellt eine echte Konkurrenz für die Schülerinnen dar und wird von ihnen sehr anerkannt. An dieser Stelle sei allen Schülerinnen und Lehrern für ihre stetige Einsatzbereitschaft gedankt.

Sportrekorde

Sportart Name Weite Klasse
60 m Michael Drews 8:6 sec 6
Anne Katrin Bauer 8:7 sec 6
100 m Stefan Koch 12:0 sec 10
Sandra Ziems 14:2 sec 9
400 m Stefan Bollmohr 56:2 sec 11
Katrin Rohheck 1:29 min 7
1000m Stefan Koch 2:53 min 10
Kristin Müller 3:22 min 7
2000m Thomas Hahn 6:59 min 9
Andrea Engelbrecht 8:26 min 10
3000 m Frank Meiler 10:17 min 11
Kugel Eric Meiler 12,5 m 7
Eileen Schuldt 9,42 m 8
Weitwurf Norman Schuldt 44,60 m 5
Weitsprung Dirk Necker 5,55 m 11
Andrea Engelbrecht 4,51 m 9
Hochsprung Thomas Hahn 1,65 m 10
Simon Krokowski 1,65 m 10
Susanne Boß 1,15 m 5

SchulnameZum Anfang

Unsere Schule trägt immer noch den formschönen Namen Gymnasium Lübz. Dies zu ändern versuchen wir seit mehreren Jahren, bisher erfolglos.

Auch die Schüler haben sich mit diesem Thema beschäftigt und so heißt es in der Rede zum letzten Schultag 1997:

“Das eins Richtige fehlt zum schulischen Rahme,
es ist schade, denn was wir brauchen, ist ein Name.
“Gymnasium Lübz”, das hört sich ja an,
ich hoffe ihr, die jetzt kommt, haltet euch ran,
das bald ein blankes Schild die ehrwürdigen Mauern säumt,
seid hinterher und nicht verträumt!
Wenn ihr noch einen Namen braucht,
wir wär’s, wenn ihr es BERTA tauft.”

An Vorschlägen mangelte es bisher nicht.

„Esther – Bejarano – Gymnasium”, „Sophien – Gymnasium”, „Ture – Gymnasium” oder„Fritz – Reuter – Gymnasium” waren nur einige der Anregungen.
Vor zwei Jahren führten die Schüler unserer Schülerzeitung “Unique” eine Umfrage durch. Dabei wurde festgestellt, dass kaum ein Schüler über ein ausreichendes Hintergrundwissen, die Bedeutung bzw. die Biographie der einzelnen Namensvorschläge betreffend, besitzt.
Dass bisher keine Einigung erzielt werden konnte, liegt auch daran, dass das Verfahren zur Auswahl kompliziert und aufwendig ist. Auf einer Schulkonferenz wurde dann mit Mehrheit beschlossen, dass es zunächst wichtigere Dinge zu regeln gibt, als einen neuen und schöneren Namen zu finden. So wurde die Änderung auf unbestimmte Zeit verschoben und unsere Schule bleibt vorerst das „Gymnasium Lübz”.

Die EssenversorgungZum Anfang

Für die Schüler und Lehrer des Lübzer Gymnasiums besteht die Möglichkeit, in der Mittagspause von 11.35 Uhr bis 11.55 Uhr in der Aula ein warmes Essen zu bekommen oder aber sich am Verkaufsstand etwas aus dem täglichen Angebot zu kaufen.
Es gibt drei verschiedene Essen zum Auswählen, die Essenmarken werden gewöhnlicher Weise eine Woche im Voraus gekauft.
Seit dem 1.Januar 1995 ist die Essen Versorgung der Schule in den Händen eines Privatunternehmens. Bis dahin wurde das Essen in der Förderschule gekocht und von dort aus in das Gymnasium geliefert. Aus Kostengründen musste jedoch diese Art der Versorgung eingestellt werden.
Da der Wunsch nach einer Pausenversorgung in Form des Verkaufs von Getränken und Lebensmitteln immer größer wurde, erklärte sich die Firma „Wüstenberg” auch hierzu bereit zeitweilige Schwierigkeiten, ausgelöst von wiederholter Kritik von Schülern und Lehrern an der Qualität des angebotenen Essens sowie bezüglich überhöhter Preise konnten in Aussprachen und durch eine Umstrukturierung des Unternehmens überwunden werden.
In einer Büttenrede vom 31.01.1997, verfasst von Schülern unserer Schule, heißt es:

„…Vom ganzen Rennen, Hasten, Laufen
muss man sich eine Stärkung kaufen.
Und der Magen ist so leer,
er bleibt’s, ist der Beutel nicht grad schwer.
Denn im Schulshop ist der Preis ein Riese, die Ware ein Zwerg-
da freut sich die Firma Wüstenberg.
(Tata-tata-tata)
Sie zeigt, dass auch der größte Mist
noch teuer zu verkaufen ist.

Das Schüleressen ist oft kalt,
sieht aus, wie hundert Jahre alt.
Obwohl die Frau an der Ausgabe nett,

der Klops sieht aus als wie Brikett. Mich schüttelts, wenn ich sowas seh’
Darum ich zu Hause essen geh’
Oder zum Stand, wo es gibt die Döner,
mein Atem wird gleich etwas schöner,
denn Knoblauch riechst du ganz bestimmt
bei Stärke sieben-Rückenwind!
(Tata-tata-tata)…”

Ein großes Problem stellt allerdings immer noch der Essenraum an sich dar.
Im Sprachgebrauch der Schule wird dieser „Aula” genannt. Die Aula wird von Schülern und Lehrern des Gymnasiums als Schulsaal für Elternversammlungen und Schulfeste sowie auch von Außenstehenden für Auftritte und Konzerte, wie etwa von der Musikschule zu Weihnachten, genutzt. Dementsprechend liegt es im Interesse der Schule, dass dieser Raum pfleglich behandelt wird, zumal hier ein Konzertflügel steht, der dann und wann genutzt wird. Jedoch besonders die Schüler der jüngeren Klassen haben noch nicht in jeden Fall begriffen, dass es „ihr” Raum ist und sie sich auch so zu benehmen haben. Es ist zwingend notwendig, in allen Freistunden sowie in den Essenpausen Aufsichtslehrer in der Aula einzusetzen, die darauf achten, dass die Schüler ihre abgegessenen Teller wegräumen, ihre Plätze sauber verlassen und zu gegebener Zeit die Stühle zusammenstellen.

Seit dem Schuljahr 1998/99 sind auf Beschluss der Schulkonferenz auch ältere Schüler als Unterstützungskräfte eingesetzt, um mit für Sauberkeit, Ruhe und Ordnung zu sorgen.

„Unsichtbare” GeisterZum Anfang

Die Hausmeister

SVZ-Artikel vom 10.06.1997

Am Gymnasium Lübz gibt es zwei Hausmeister, die sich um die Schulgebäude und um die umliegenden Anlagen kümmern. Dabei handelt es sich um Herrn Horst Thoms, der jetzt seit sieben Jahren dieser Aufgabe nachgeht, und Herrn Bertold Schröder, der seit Sommer 1998 bei uns arbeitet. Seit der Inbetriebnahme der neuen Turnhalle arbeiten die Hausmeister im Zwei-Schicht-System. Neben den anfallenden Reparatur-und Instandsetzungsarbeiten obliegt den Hausmeistern auch die Pflege des Grundstücks, wie z.B. das Rasenmähen oder das Schneeräumen im Winter.

In den vergangenen Jahren half Herr Thoms auch immer wieder den Schülern des Theaterkurses beim Bau der Requisiten sowie beim Einrichten der Aula. Dafür gebührt ihm ein besonderer Dank. Dass die Schüler des Gymnasiums ein gutes Verhältnis zum Hausmeister haben, zeigt sich immer wieder am letzten Schultag der 12. Klassen. Hier wurde Herr Thoms nämlich schon so manches Mal während des Festprogramms vor allen Lehrern und Schülern geehrt.

Die Schulsachbearbeiterin

Äußerst wichtige Aufgaben am Gymnasium übernimmt Frau Marianne Schwarzenberg in ihrer Funktion als Schulsachbearbeiterin. Aufgrund der Abwechslung mag sie ihre Arbeit, wobei es natürlich auch Tätigkeiten gibt, die sie eher unangenehm findet, wozu das Suchen alter Unterlagen im Archiv gehört.

Zu ihren wesentlichen Tätigkeiten gehören

  • das Aufstellen und Führen von Haushaltsplänen
  • die Überprüfung des Finanzverkehrs (Belege, Rechnungen)
  • die Verwaltung von Bücher- und Kopiergeld für das Landratsamt
  • die Unterstützung der gesundheitlichen Betreuung der Schüler durch das Gesundheitswesen
  • die Unfallerstversorgung, Unfallerfassung und -meidung, Erledigung von Versicherungsangelegenheiten
  • die Unterlagenbearbeitung bei Einbruch, Diebstahl, Sturmschäden, u.s.w.
  • die Führung der Schülerkartei
  • die Erledigung verwaltungstechnischer Arbeiten bei Ein- und Umschulungen und beim Zeugnisschreiben
  • das Führen von Inventarverzeichnissen
  • die Mitarbeit bei der Bestellung und Entgegennahme von Unterrichts- und Büromaterialien
  • die Erledigung des angewiesenen Schriftverkehrs
  • die Aktenablage und Archivierung im schulischen Verwaltungsarchiv
  • die Annahme von Telefongesprächen und Informationsweiterleitung
  • das Empfangen von Besuchern und Vertretern
  • die Erledigung des täglichen Posteingangs und -ausgangs
  • die Mitarbeit bei der Erfassung und Weiterleitung von Meldungen zu übergeordneten Dienststellen

In einem kurzen Gespräch mit Frau Schwarzenberg berichtete sie über Freuden und Probleme ihres Berufes. Sie freut sich über viele aufmerksame und umsichtige sowie ehrliche Schüler, die gefundene Gegenstände, auch Geldbörsen mit Inhalt, im Sekretariat abgeben. Als Schwierigkeit nannte sie , dass einige Schüler oft nur ihr eigenes Problem sehen, wenn sie in das Sekretariat kommen. Ein wenig mehr Toleranz der Schüler im Umgang miteinander und gegenüber der Schulsachbearbeiterin sei deshalb angebracht. Auch könnten Absprachen, die Schüler beispielsweise mit ihren Eltern zu treffen hätten, rechtzeitig geschehen und Telefonate privater Art von der Telefonzelle aus erledigt werden. Somit zählt auch Frau Schwarzenberg zu den “guten Seelen” unserer Schule.

Die Reinigungskräfte

Die Reinigungskräfte, die das Gymnasium sauber halten, arbeiten von Montag bis Freitag von 14 bis 22 Uhr.

Auf die Frage, was sie dabei störe und welche Probleme es gäbe, nannten sie:

  • die Stühle stehen oft noch unten
  • häufig liegt auf dem Fußboden Verpackungsmaterial verstreut
  • die Tische seien oft durch Kritzeleien der Schüler verschmutzt
  • es ärgere sie, wenn es schwarze Gummischlieren auf dem Linoleum gibt; denn diese sind schwer wieder zu beseitigen.

Ein Aufruf zur Rücksichtnahme gilt also allen, die täglich im Schulhaus zu tun haben!!!

Die alte und die neue AbiturordnungZum Anfang

Seit 1994 gibt es eine neue Abiturordnung, die sich in einigen wesentlichen Punkten von der alten unterscheidet. Eine grundlegende Änderung war die Einführung der Punkte. Demnach gibt es seitdem in den 11. und 12. Klassen keine Zensuren von 1 – 6 auf dem Zeugnis, sondern Punkte von 15 – 0.

Zensur +   1   -

+   2   -

+   3   - +  4   - +   5   - 6
Punkte 15  14  13

12  11   10

9  8  7 6  5  4 3   2   1 0

Weiterhin änderten sich auch das Kurssystem und die Wahlmöglichkeiten. Diese Wahlmöglichkeiten differieren von Schule zu Schule und sind abhängig von der jeweiligen Situation . Während man früher als Leistungskurse Mathematik, Englisch, Russisch, Biologie und Physik wählen konnte, bestehen jetzt diese Möglichkeiten auch für Chemie, Französisch und seit 1997 auch für Deutsch . Die Wahl der Leistungskursfächer sollte sich nach den bisherigen Schwerpunkten in der Lernarbeit richten, nach Neigungen und Interessen und ggf. auch an der angestrebten Studienrichtung orientieren. Außerdem kommt den Leistungskursen besondere Bedeutung zu, denn erstens sind sie die Prüfungsfächer der schriftlichen Abiturprüfung und zweitens gehen die erreichten Leistungen in allen Kursen mit doppelter Wertung in die Gesamtqualifikation ein.
Die Schüler werden je nach Wahl der angebotenen Fächer in Kursen zusammengefasst. Ein Kurssystem aus Leistungs- (LK) und Grundkursen (GK) tritt also an die Stelle des bisherigen Jahrgangsklassensystems.
Desweiteren kam es zu Veränderungen im Bereich der Prüfungen. Es werden jetzt nur noch Prüfungen in den 2 Leistungskursen und in einem Grundkurs geschrieben, nicht wie früher in 2 Leistungskursen und 2 Grundkursen. Für die mündlichen Prüfungen kann man sich zwischen Geographie, Geschichte und Sozialkunde entscheiden, und man kann sich zusätzlich in den Fächern prüfen lassen, in denen man auch das Abitur geschrieben hat.
Aber um überhaupt zur Prüfung zugelassen zu werden, muss man in 22 Grundkursen mindestens 110 Punkte und in 8 Leistungskursen mindestens 70 Punkte erreichen.
Nach der alten Abiturordnung musste man, um zum Abitur zugelassen zu werden, in jedem Fach mindestens eine 4 als Vornote erreicht haben.
Nebenbei ist noch zu erwähnen, dass man durch das Punktesystem innerhalb der Abiturstufe nicht mehr „sitzen bleiben” kann. Es gibt ebenfalls keine Klassenlehrer mehr, unsere Ansprechpartner sind nun Tutoren.

Der Förderverein Gymnasium Lübz e. V.Zum Anfang

Es war ein Weg nicht ohne Hürden, der schließlich 16 Aufrechte zusammenführte zur Gründung unseres Fördervereins. Die ersten Monate waren geprägt von der Ausarbeitung einer Vereins- und steuerrechtlich “wasserdichten” Vereinssatzung und der Erfüllung aller geforderten formellen Anforderungen. Seit dem 20.5.1996 gibt es ihn nun und inzwischen wurde er auch als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt.

Eines der Hauptziele der Initiatoren war es, das Gymnasium Lübz stärker in die Region einzubinden, seine Möglichkeiten für die Bevölkerung wirksamer werden zu lassen und dort stärkere Unterstützung zu suchen. Der erste Vorstand setzte sich deshalb auch aus der Chefin des Sozialamtes des Amtes Ture, Frau Pornhagen, der Lübzer Bürgermeisterin, Frau Stein, Frau Dr. Schröder vom Autohaus Brockmann und zwei Lehrern, Frau Jung und Herrn Vorhauer, zusammen. Inzwischen ist es uns gelungen, eine ehemalige Lehrerin, Frau Ihde, einen weiteren Lehrer, Herrn Kröll, sowie einen ehemaligen Schüler, Herrn Lather, für die Mitarbeit im Vorstand des Fördervereins zu gewinnen.

Wie andere ähnliche Vereine hat unser Förderverein es sich zum Ziel gesetzt, unsere Schule lebendiger und für alle Beteiligten schöner zu gestalten. Wir wollen dazu beitragen, dass Schule nicht nur ein Synonym für Lernen und Arbeiten, sondern auch ein Raum für gemeinsames Leben und Erleben ist, dass Traditionen sich bilden und erhalten, dass Eltern, Schüler und Lehrer das Gymnasium Lübz als ihre eigene und vor allem gemeinsame Sache betrachten.

Zunächst einmal ging es dem Vorstand darum, den Verein bekannt zu machen und um neue Mitglieder zu werben. Im vergangenen Jahr 1998 waren wir dabei besonders aktiv. Von der finanziellen Unterstützung des Schüleraustausches mit dem Gymnasium in Poprad und die Zuschüsse zu verschiedenen Aktivitäten während der Projekttage über die Ausrichtung eines Schülerwettbewerbs für Projektideen bis hin zur Erarbeitung eines Konzepts für eine ABM-Stelle eines Schulsozialarbeiters reicht die Bandbreite unseres Tuns. Und nicht zuletzt wird auch das Jubiläumsfest zum 50jährigen Bestehen der Abiturausbildung von uns mitgetragen.

Mit dem Beginn der Arbeit dieses Schulsozialarbeiters wird sich unser Verein noch einmal verändern und, so hoffen wir, stärker und vielfältiger weiterentwickeln. Natürlich sind wir dabei nach wie vor auf Hilfe und Unterstützung möglichst vieler Menschen angewiesen, sei es finanzieller oder auch tatkräftiger Art. Denn schließlich gibt es bis zum Erreichen noch jede Menge Arbeit und Ideen, die ihrer Umsetzung harren.

PartnerschulenZum Anfang

Es wird immer gesagt: „Schulzeit ist die schönste Zeit” und manchmal muss einfach gesagt werden, dass dieser Spruch stimmt, vor allem dann, wenn von den Lehrern ein Schüleraustausch organisiert wird.

Aus diesem Grund wurde in den 90er Jahren Verbindung mit einer Schule in der Slowakei und einer anderen in Frankreich aufgenommen. Der hauptsächliche Grund für eine Partnerschaft war es , Sprache und Kultur des anderen Landes sowie Sitten und Bräuche vor Ort kennenzulernen.

Somit wurde die Idee, mit einer Partnerschule in der Slowakei Kontakt aufzunehmen, von Frau A. Horvey in die Tat umgesetzt. Diese Schule ist ein Deutschgymnasium in Poprad, in der Nähe der Hohen Tatra, an der 14 slowakische und 12 deutsche Lehrer 295 Schüler, die zum Teil aus der ganzen Slowakei kommen, unterrichten. Im September 1993 fuhr die erste Schülergruppe nach Poprad, um neue Freundschaften zu schließen und Eindrücke über deren Alltagsgewohnheiten aufzunehmen. Auch wenn manches auf den ersten Blick gewöhnungs­bedürftig erschien (wie z. B. das Essen oder die sanitären Anlagen), die gemeinsamen Unternehmungen und Exkursionen wie z. B. die Besichtigung der größten Burg Mitteleuropas, Spisskä Nova Ves, oder Wanderungen zum Gebirgssee Popradski, machten dies wieder wett. Dies bedeutet jedoch nicht, dass im Grunde Urlaub gemacht worden ist, denn nebenbei wurde auch die Schulbank gedrückt, auch wenn der Stoff in Geschichte und Physik, sprachlich gesehen, nicht verstanden wurde.

Ähnlich gute Beziehungen ließen sich auch zu Frankreich knüpfen. Schon seit längerer Zeit waren die Französischlehrer bemüht, eine Partnerschule dort zu finden, was zu einem Problem wurde, da es kaum noch Schulen in Frankreich gab, die keine Partnerschule in Deutschland hatten. Doch der Zufall kam uns zu Hilfe: Auf einer Lehrerweiterbildung trafen unsere Französichlehrer G. Vorhauer und K. – H. Stief eine französische Lehrerin, die bereit war, mit dem Gymnasium Lübz Kontakt aufzunehmen. Am Anfang blieb es jedoch nur bei einem Adressenaustausch.

Dann, Anfang 1997, fuhr eine Gruppe Gymnasiasten nach Neuilly sur Marne, einem Vorort von Paris, in das College Albert Camus. Auch hier stand an oberster Stelle die Kultur und den Alltag der französischen Schüler zu erkunden, aber auch die Französischkenntnisse anzuwenden bzw. aufzubessern. Das Gefühl , sich in kleinen Gesprächen verständlich zu machen, steigerte das Selbstwertgefühl und die Lust auf die fremde Sprache. Nicht nur in der Slowakei hatte man mit fremden Sitten zu kämpfen, sondern auch in Frankreich, wie z. B. die Wangenküsse, was aber nicht unbedingt als sehr unangenehm empfunden wurde.

Auch galt es wieder vieles Neue in einer Exkursion, wie z. B. die Besichtigung des Arc de Triomph, des Eiffelturms, der Champs-Elysees, Notre Dame und Montmatre mit Sacre-Coeur, zu entdecken. Unsere Schüler nahmen auch hier am Unterricht teil.

Damit nicht nur das Lübzer Gymnasium die Kultur und Lebensweisen der beiden anderen Länder genießen darf, kommen auch Schüler von den Partnerschulen hierher nach Lübz, um zu erfahren, wie wir unseren Alltag bewältigen und wie sich unsere Kultur gestaltet. Selbstverständlich treten bei solch einem Schüleraustausch auch Probleme auf, wie z. B. das Gefühl, zum ersten Mal allein in einer fremden Stadt mit einer fremden Familie zu sein, die nur die Fremdsprache versteht. Doch der eiserne Wille, eine solche Situation zu meistern, ist stärker als anfängliche Scheu.

Diese Art des Schüleraustausches genießt inzwischen bei den Schülern des Lübzer Gymnasiums und den Partnerschulen breite Zustimmung und wird sicher in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

SVZ, 11.06.1998

Projekte im UnterrichtZum Anfang

Der Fachbereich Biologie – Naturschutz

Nicht erst nach dem gesellschaftlichen Umbruch 1989/90 versuchen Lehrer des Gymnasiums, den Unterricht durch andere Formen als die Lehrbucharbeit zu bereichern. Auch zu DDR – Zeiten existierten bestimmte Projektformen wissenschaftlicher Schülerarbeit.
Das beste Beispiel hierfür ist der Biologieunterricht von Herrn Walter Kintzel.

Abb. 2 Kollege Kintzel aus Lübz und die Preisträger Viola Schröder, Iris Markwardt und Detlef Rusch (von links nach rechts)!

Herr Kintzel hat sich seit mehr als 30 Jahren dem Naturschutz verschrieben. So wurde z.B. 1967 auf seine Initiative hin eine Kreisfachgruppe „Ornithologie/Vogelschutz” gebildet, die sehr aktiv war. In mehr als 100 Veröffentlichungen in Zeitungen, Broschüren und wissen­schaftlichen Schriften widmete sich Herr Kintzel verschiedensten Themen, wie z. B. wertvollen Vogelarten (u. a. Weißstorch und Ortolan), der Schwalbenerfassung, Untersuchungen zu Pflanzen an Chausseen und Bahndämmen, um nur einige zu nennen. Er verstand es gekonnt, seine Liebe zur Natur auf seine Schüler zu übertragen. So entstanden unter seiner Leitung im Laufe von vielen Jahren zahlreiche Projekte. Über einen langen Zeitraum leitete er die AG „Naturschutz”.

Schüler der Abiturstufe nahmen an Schülerwettbewerben und Ausschreibungen teil. So untersuchten bereits 1976 die Schüler Iris Markwardt, Viola Schröder, Liane Malchow und Detlef Rusch „Vorkommen und Siedlungsdichte von Vögeln meiner Heimat” und erhielten dafür den „Ernst-Haeckel-Schülerpreis”. Zwei Jahre später konnten Thomas Kuhlmann und Wolfgang Bertram für ihre Arbeiten „Zur Situation der geschützten Pflanzen im Kreis Lübz” und „Zur Verbreitung von Lurchen und Kriechtieren im Kreis Lübz” ebenfalls diese hohe Auszeichnung in Empfang nehmen.

Aber auch in den neunziger Jahren ließ Walter Kintzel bei seinen Schülern nicht locker. Mit Akribie waren sie dem Weißstorch auf der Spur. Die Erfassung der Storchendaten zählt zu den genauesten in Deutschland überhaupt.

Naturschutzpreise als Dank für ihre Leistungen konnten Lübzer Gymnasiasten ebenfalls für ihre Projekte „Zuckerteich” und „Der Bestand an Schwalben” in Empfang nehmen. In der letzten Arbeit, von Andre Steinhäuser angefertigt, ging es neben dem Brutverhalten auch um die Gestaltung von Lebensbedingungen für die Schwalben.

Herr Kintzel erhielt für seine unermüdliche Arbeit im Dienste des Naturschutzes mehrere Auszeichnungen z. B. die Wetterdiensteplakette und die Ehrennadel für besondere Leistungen im Naturschutz in Gold. Die höchsten Anerkennung seiner Leistungen erhielt er Zweifelsohne im August 1998, als ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen wurde.

SVZ 25.05.1996

SVZ 21.08.1997

Projektunterricht

Neben dem Unterricht in den zensierungspflichtigen Fächern gibt es im Stundenumfang der Abiturstufe den Projektunterricht, der mit je zwei Wochenstunden ohne Zensierung erteilt wird. Hierbei können die Schülerinnen und Schüler der Schulsituation entsprechend aus einem Angebot heraus ihren Neigungen und Interessen entsprechend wählen.
In den letzten Schuljahren waren immer wieder Angebote aus den verschiedensten Lernbereichen dabei, wie z. B. Kunstkurse, Niederdeutsch, Schülerzeitung, Kabarett, aber auch Sportkurse, wie Hockey und – seit der Inbetriebnahme der neuen Turnhalle – auch Volleyball und Tennis.

Wie wollen stellvertretend die “Schülerzeitung” und den Kurs “Dramatisches Spiel” vorstellen.

Unique - Ein Redakteur hat’s schwer

Seit 1993 hat das Lübzer Gymnasium eine Schülerzeitung mit dem Namen “Unique”.
In diesem VI. Jahrgang arbeiten wir mit einer elfköpfigen Redaktion an der Fertigstellung der einzelnen Ausgaben. Mit zwei Stunden pro Woche ist die Zeit natürlich knapp bemessen.
Da kommt es schon mal vor, dass ein Redaktionsschlusstermin trotz zusätzlicher Arbeit zu Hause nicht eingehalten werden kann, weil einfach zu viele Klausuren und Tests in dieser Zeit lagen.
Weiterhin liegt häufig ein zu langer Zeitraum zwischen dem Ereignis und dem Bericht darüber in der Schülerzeitung, weil wir eben in erster Linie Schüler und nicht Redakteure sind und deshalb die meiste Zeit den Grund- und Leistungskursen widmen müssen.
Einige von uns waren schon im letzten Jahrgang Redaktionsmitglieder.
Da fiel uns auf, dass die Themen für die erste Ausgabe immer recht schnell gefunden sind. Im Laufe des Jahres wird es dann aber immer schwieriger, interessanten Stoff für die Beiträge zu finden.
Auch in diesem Jahr mussten wir feststellen, dass es schwer ist, unsere Leser an Befragungen zu interessieren oder sie anzuregen, uns Leserbriefe zu schreiben.
Ein anderes Problem ist unsere technische Ausstattung. Nach ihrer Verarbeitung und dem Druck sind beispielsweise Fotos häufig unscharf oder zu dunkel. Leider haben wir auch nicht die Mittel für einen Farbkopierer und das entsprechende Papier, was anderen Schülerzeitungen in größeren Städten zur Verfügung steht.
Glücklicherweise druckt die AOK Lübz unsere Ausgaben kostenlos in schwarz-weiß.

Obwohl es viele Probleme gibt und man viel Stress hat, ist man doch stolz, wenn man die fertige Zeitung in der Hand hält und freut sich natürlich besonders, wenn sie sich entsprechend gut verkauft. Dann sieht man erst, dass sich die Arbeit, die man sich für jede Ausgabe macht, auch wirklich lohnt.

Die Redaktion
Katrin Bendel
Jahrgang VI

Hier einige unserer Schülerzeitungen:

Theater und Kabarett

Schon lange vor dem Projektkurs „Dramatisches Spiel” beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums unter der Anleitung ihrer Deutschlehrer mit der theatralischen Umsetzung verschiedener Themen und Inhalte.
Im Schuljahr   1993/94  brachte eine   1O.Klasse unter der Regie  von  Klassenleiter  und Deutschlehrer Torsten Kröll Exuperys „Der kleine Prinz” zur Aufführung, nachdem es zuvor im Unterricht behandelt worden war und die gesamte Klasse sich für den Stoff begeisterte.
Ein Jahr später wurde der antike Dramenstoff „Antigone” von Sophokles von einem Deutsch-Kurs einer 11.Klasse unter der Leitung von Brigitte Bauer inszeniert. Die Aufführung bestach durch ein hohes Niveau und gute schauspielerische Leistungen der Hauptdarsteller.
Seit dem Schuljahr 1994/95 existiert im Wahlprogramm des Projektunterrichts der Kurs „Dramatisches Spiel”, der seitdem von engagierten Schülern, die Spaß an der Schauspielerei bzw. an der Organisation und Durchführung von Schultheaterveranstaltungen haben, gewählt wird. Der Kurs wird von Torsten Kröll geleitet und besteht vorrangig aus Schülern der 11.Klassen.

Da zur Bearbeitung eines Stückes nur zwei Wochenstunden zur Verfügung stehen, zieht sich die Zeit von der Auswahl eines Projektes bis zur Premiere über ein gesamtes Schuljahr hin. Da unsere Schule nicht über die besten materiellen Voraussetzungen verfügt, um eine Theaterveranstaltung zu organisieren, mussten sich die Beteiligten immer wieder neue provisorische Lösungsmöglichkeiten einfallen lassen, um die Projekte doch am Ende eines Schuljahres erfolgreich zum Abschluss zu bringen.
Wir denken dabei besonders an die Erstellung einer notwendigen Bühne, die uns seit 1995 immer wieder sehr großzügig und unkompliziert von der Lübzer „Firma Thomas Günther” zur Verfügung gestellt wurde.

Zauberer der Smaragdenstadt, 1996

Der Ort der Aufführungen war unsere Aula, die mit Hilfe unseres Hausmeisters, Herrn Thoms, sowie beleuchtungstechnisch mit Unterstützung der Lübzer „Elektrofirma Eckhard Guse” in ein provisorisches Theater verwandelt wurde. Es gab sogar ein Seilzuganlage zum Öffnen und Schließen des Vorhangs, der uns übrigens von Familie Paschke gesponsort wurde. Desweiteren müssen noch die Geldspenden von Eltern erwähnt werden, durch die immer wieder die Ausstattung neuer Theaterprojekte ermöglicht wurde.
Nach anfänglichen Diskussionen entschied man sich im Schuljahr 1994/95 für die Bearbeitung des Märchens „Aschenbrödel”, welches inhaltlich aktualisiert, aber doch am traditionell Märchenhaften festhielt. Die Mischung dieser zum Teil sehr lustigen Inhalte waren sowohl für Kinder als auch für erwachsenes Publikum sehenswert. Ein besonderes Erlebnis waren für alleBeteiligten immer wieder die Vorstellungen vor Kindern der beiden Lübzer Grundschulen, die sich natürlich in vor allem von den ihnen bekannten Märchen ansprechen ließen.
Im folgenden Jahr brachte der Kurs in neuer Besetzung das Stück „Der Zauberer der Smaragdenstadt” auf die Bühne, welches mit einem nicht so populären Stoff nicht weniger für Aufsehen sorgte.

1997 folgte ein drittes Märchenstück, was von Torsten Kröll frei nach Grimms „Schneewittchen”- Vorlage gestaltet wurde und den Titel „Schneewittchen und die neu(e)n Zwerge” erhielt. Mit diesem Projekt gingen die Gymnasiasten erstmalig mit der Premiere nach Plau in die Filmbühne. Die hohe Besucherzahl bestätigte das Interesse und somit Mühe und Qualität der künstlerischen Arbeit. Übrigens hat es sich zur Tradition entwickelt, dass bei den Aufführungen, die in der Schule stattfinden, kein Eintrittsgeld erhoben wird, sondern nach der Vorstellung kleine Geldspenden an den Kurs gegeben werden, um einerseits die Premierenfeier und andererseits neue Projekte zu finanzieren.

Programmhefte einiger Aufführungen

Im Schuljahr 1997/98 bearbeitete der Projektkurs erstmalig nach den Märchenstoffen ein Stück mit politisch-gesellschaftskritischem Inhalt. Torsten Kröll hatte eine Bühnenvorlage von Wolfgang Rupprecht neu bearbeitet und mit dem Stück „Tyranon” einen Stoff über Herrscher und Untertanen, über Diktatur und Demokratie in Szene gesetzt. Auch hierzu konnten sich die Kritiken sehen lassen. Als ganz neue Erfahrung ist an dieser Stelle der Auftritt der Gruppe im Lübzer Autohaus „Brockmann” im November 1998 zu nennen, wo der Verkaufsraum zu einem Theater umfunktioniert wurde und „Tyranon” noch einmal zur Aufführung gelangte. Bei dem letzten Projekt, welches seit 1997 in Vorbereitung ist, handelt es sich um Goethes Drama „Faust – der Tragödie erster Teil”. Dieser Stoff stellt für ein Schülertheater eine überaus große Herausforderung dar und bedeutet für alle Beteiligten, für die Akteure auf der Bühne sowie für Requisitenbauer und Techniker, sich auf eine ganz besondere Weise selbst zu beweisen. Die Premiere wird auf einer neuen Bühne, die auf Beschluss der Schulkonferenz Anfang 1999 gekauft wurde, im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Abitur in Lübz” stattfinden. Ebenfalls auf den Brettern, die die Welt bedeuten, etablierte sich 1996 eine Kabarettgruppe unter Leitung von Jutta Arnstadt, die „Geschichten, die das Leben schreibt” pointiert verarbeitete. Teilweise stammten die Texte aus der Feder der Schüler.

Die Kabarettisten traten sehr erfolgreich in Schüler- und Abendveranstaltungen in der Schule sowie z.B. auch in der Plauer Klinik „Silbermühle” und im Lübzer „Le Bistro” auf. Als weitere schulische Höhepunkte im Bereich des darstellenden Spiels sind die Projekte des Fachbereichs Englisch zu nennen. Bereits im Schuljahr 1991/92 führte eine achte Klasse mit ihrer Klassenleiterin und Englischlehrerin Frau Grow den Sketch “Dinner for one” vor Schülern und Lehrern der Schule auf und erntete dafür wegen der Originalität und Sprachsicherheit viel Beifall. Zwei Jahre später sorgte der gleiche Stoff unter der Leitung von Frau Redding, gespielt von einer siebten Klasse, nochmals für Begeisterung.

Das jüngste Projekt dieser Art wurde im Schuljahr 1998/99 von Schülerinnen und Schülern der elften und zwölften Klassen bearbeitet und stand wiederum unter der Leitung von Frau Redding. Bemerkenswert ist, dass in diesem Fall die Inszenierung von “Jekyll and Hyde” in der Regie der Schülerin der zwölften Klasse, Kornelia Eschen, entstand. Die Gruppe trat vor Schülern der zehnten bis zwölften Klassen unserer Schule sowie auch im Parchimer “Friedrich-Franz-Gymnasium” auf.

SVZ, 02.04.1998

Rumänien

Im April 1994 führte die Erdkunde-Lehrerin Sibylle Jakobi ein Projekt der besonderen Art durch. Aufmerksam geworden durch eine Sendung im Fernsehen entwickelte sie die Idee, eine Spendenaktion für Kinder in Not zu organisieren. Da allgemeine Spenden oft nicht bis zum Adressaten verfolgt werden können und Gelder leider auch in anderen Kanälen verschwinden, wollte sie die Spendengüter selbst an Ort und Stelle überbringen.
Frau Jakobi hatte bereits Kontakte zum „Stift Bethlehem” aufgenommen, das sie im weiteren Verlauf bei der verwaltungs-technischen Organisation unterstützte. Sie wählte Rumänien aus, da dort Armut und Elend besonders groß sind und Kinderheime in diesem Land zu wenig vom Staat gestützt werden, sodass sie völlig auf sich gestellt sind. Hinzu kam der Aspekt, den Jugendlichen unserer Schule vor Augen zu führen, dass unser Lebensstandard nicht selbstverständlich ist.

Dass diese Spendenaktionen imenses Ausmaß an Aufwand umfasste, bemerkten die Organisatoren erst während der Arbeit. Schon Wochen vorher wurden Schüler und Lehrer des Gymnasiums aufgefordert, Lebensmittel, Spielzeug, Bettwäsche, Kleidungsstücke, Plüschtiere, Süßigkeiten usw. mitzubringen und diese für die dort lebenden Kinder zur Verfügung zu stellen. Nun musste ein Fahrzeug gefunden werden, um die gespendeten Güter an Ort und Stelle zu befördern. Das Busunternehmen M. Maaß stellte in beiden Aktionen kostenfrei einen Bus zur Verfügung, lediglich die Benzinkosten waren zu tragen. Die Fahrten erwiesen sich als kleines Abenteuer, da die Grenzposten offensichtlich zwischen den Spendengütern auch Waren anderer Art vermuteten. Außerdem war der Bus so voll, dass jeder gerade einen Sitzplatz bekam. Die Fahrt ging über Berlin, Dresden, Prag, Bratislava, Budapest und Cluj und von dort schließlich nach Jacu. Das Heim für behinderte Kinder von 8-18 Jahren war das eigentliche Reiseziel der Gruppe. Den Transport begleiteten Frau Jakobi, Frau Schäfer und 7 Schülerinnen der 11. Klassen.

Vergessen waren für Schüler und Lehrer die Strapazen der Fahrt, als sie die leuchtenden Kinderaugen beim Empfang der Spendengüter sahen. Besonders die Plüschtiere hatten es den Kleinen angetan. In den folgenden Tagen verbrachten die Schüler viele gemeinsame Stunden mit den Kindern aus dem Heim. Sie durften sogar die Knöpfe im M.-Maaß-Bus untersuchen. Frau Jakobi äußerte sich sehr zufriedenstellend über diese Aktion, hatte man schließlich einen Doppeleffckt erzielt: einerseits waren die rumänischen Kinder für einen kurzen Augenblick sehr glücklich und anderseits waren unseren Schülern tiefgreifende Denkanstöße gegeben worden. Eine Woche später war die Gruppe wieder in der Heimat angekommen, erschöpft, aber auch zufrieden. Obwohl einige Schüler große Schwierigkeiten hatten, das Gesehene psychisch zu verarbeiten, wollte niemand die gemachten Erfahrungen missen.
Eine zweite Spendenaktion wurde ein Jahr später erneut von Frau Jakobi unternommen. Diese wurde wiederum von Frau Schäfer, Frau Doebel und 7 Schüler/innen der 11. Klassen begleitet und fand nachhaltigen Anklang.

Aktionstage

Unsere jährlich am Ende des Schuljahres stattfindenden Aktionstage bieten eine willkommene Gelegenheit, die Schule einmal von einer etwas anderen Seite zu erleben. Für drei Tage finden sich neue Gruppen zusammen, um gemeinsamen Interessen nachzugehen, die sowohl der Schule selbst zugute kommen als auch die Schülergemeinschaft festigen.
Bevor es jedoch dazu kommen kann, ist einiges an Vorarbeit nötig. Schüler und Lehrer reichen Projektvorschläge ein, die man dann – im Rahmen der Möglichkeiten – zu realisieren versucht. Dabei geht es sowohl um Betreuer für die einzelnen Aktionen, als auch um Räumlichkeiten und Materialkosten. In einem Katalog werden dann schließlich die Angebote kurz vorgestellt. Pro Schüler werden drei Wünsche aufgenommen, in entsprechenden Listen erfasst und die Aufstellung der Gruppen zur Information ausgehängt. Die Betreuer treffen sich mit ihrer Gruppe, um Ablauf und Gestaltung der drei Tage unter Mitsprache der Schüler vorzubereiten. Dann kann es endlich losgehen.
Zu den Favoriten im Katalog gehören immer wieder Projekte wie „Naturkosmetik” und „Pausenversorgung”, die nicht nur den daran Beteiligten zugute kommen. Wer sich für die selbst hergestellten Cremes, Masken und dergleichen interessiert, kann sich gleich selbst einer kleinen „Behandlung” damit unterziehen und diese auch zu einem symbolischen Preis erwerben.

Im Rahmen verschiedener Pausenversorgungsangebote konnten wir in einem schön hergerichteten Schülercafe neben frischen belegten Brötchen schon die russische und französische Küche kennen lernen. Auf neue Ideen sind wir hier sehr gespannt und an Zuspruch wird es ganz sicher nicht fehlen.
Aber auch sonst gibt es ein vielseitiges Angebot an Aktionen. Unbedingt erwähnen möchten wir noch, dass in jedem Jahr die Gestaltung des Schulgcbäudes mit einbezogen wird. Ein bis zwei Klassenräume werden von den Schülern in Eigeninitiative renoviert und neu gestaltet. Seidenmal- und Kunstkurse haben ebenso schon zur Verschönerung beigetragen.
Um dann schließlich die Ergebnisse ihrer Arbeit allen Schülern zugänglich zu machen, stellen die Gruppen diese aus oder in einem kleinen Programm vor. Das geschieht am Abschlusstag. So konnten wir schon diverse Aufführungen von Theater-, Kabarett-, Tanz- und Zirkusgruppen und selbstgedrehte Videos erleben, was immer viel Spaß brachte.
Bei aller Freude über das Ergebnis solcher Aktionen gibt es, vor allem in der Vorbereitungsphase, aber auch stets einige Probleme, an denen man arbeiten muss. Dazu gehört, dass das Einreichen von Projektvorschlägen teilweise recht zögerlich vonstatten geht. Außerdem gilt es, darauf zu achten, dass das Angebot für alle Altersgruppen gleichmäßig vielfältig ist. Und dann, wie könnte es anders sein, müssen finanzielle Mittel aufgebracht werden, wobei uns z.B. der Schul förderverein mit seinen bisher nur bescheidenen Möglichkeiten eine zuverlässige Hilfe ist. Außerdem können wir mitunter auch wenige Sponsoren gewinnen. Ungeachtet dessen freuen sich alle Schüler auf die nächsten Aktionstage.

Vergessen wollen wir jedoch nicht diejenigen Aktivitäten, die außerhalb der Unterrichtszeit gemeinsam von Lehrern und Schülern durchgeführt wurden, wie das folgende Beispiel beweist.

Kulturtraditionen am GymnasiumZum Anfang

Auch im kulturellen Bereich ging die Wende nicht spurlos an uns vorbei, so wurde zum Beispiel in den 90er Jahren der Heimabend zu neuem Leben erweckt. Die Weiterführung dieser Tradition gestaltete sich jedoch eher unregelmäßig, außerdem wechselte nahezu ständig der Veranstaltungsort der Party. So gab es verschiedene Orte in und um Lübz, beispielsweise den damaligen Jugendclub in der Mühlenstraße (die heutige Videothek), die Scheune in Lutherahn, den Contramarkt, die Turnhalle in Plau oder auch das “Apollo”, die als Veranstaltungsort dienten.

Ursprünglich feierten dort dann Schüler, Altschüler und Lehrer des Gymnasiums, es war also eine schulinterne Veranstaltung. Man konnte alte Schulkameraden treffen, die Lehrer einmal außerschulisch erleben oder sich einfach nur mit seinen Mitschülern treffen. Insgesamt war es also ein ausgelassenes Fest mit Tanz, Spielen und Spaß. Es existierte sogar eine Hymne, es war das Lied „We will rock you” von Queen, die zu jedem Heimabend erklang.

In der Tat hat sich einiges geändert, so ist der Heimabend jetzt für alle zugänglich, egal ob Gymnasiast oder nicht. Jeder, der Lust hat zu feiern, kann hingehen. Im Widerspruch dazu steht natürlich der Fakt, seine Mitschüler und Lehrer näher kennen zu lernen, da sich die Veranstaltung zunehmend unpersönlicher gestaltet und zu einer Art Disco entwickelt. Vielleicht meiden auch deshalb viele Lehrer den Heimabend, da es einfach nicht mehr das ist, was es mal war. Abschließend bleibt aber anzumerken, dass der Heimabend immer als ein durchaus besonderes Ereignis angesehen wird.Dies waren jedoch typische Merkmale des ursprünglichen Heimabends, der im Laufe der Zeit immer wieder „reformiert” wurde. Nur die Tatsache, dass er von den Schülern der 12. Klassen organisiert wird, blieb bis heute erhalten. Über diese „Reformation” sind Schüler und Lehrer geteilter Meinung, einige halten es für eine nötige Weiterentwicklung, andere hätten die alten Werte gern bewahrt und meinen, dass der Name „Heimabend” für die heutigen Veranstaltungen falsch gewählt ist, da diese dem Namen nicht mehr entsprechen.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Oldy-Party. Von einigen guten Seelen der 12. Klassen werden jedes Jahr die Oldy-Parties organisiert und durchgeführt. Die Musik weicht getreu dem Motto von dem bekannten „Discogedudel” ab und bietet viele „akustische Leckerbissen” aus alten Zeiten an. Oft setzte sich das Musikangebot aus vielen geliehenen und gespendeten kostbaren CDs zusammen. Neuerdings sollen aber auch „echte Werte” in Form von Originalschallplatten zum Einsatz kommen, wobei es den Veranstaltern auf das altehrwürdige Knistern und Knacken ankommt, obgleich sie sich hierbei vor dem so genannten „Sprung in der Platte” fürchten. Mit diesem ist auf den Oldie-Partys aber immer zu rechnen, da die Stimmung die Aula zum Beben bringt, ausgelöst aber nicht nur durch die Musik, sondern auch durch Spiele, Live-Auftritte und andere Überraschungen des Abends. Es wird also neben dem Beingelenke- auch Lachmuskeltraining geboten und eine insgesamt ausgelassene Stimmung erzeugt.

Dies ist aber nicht nur ein typisches Merkmal für die Oldie-Party, sondern auch für andere Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Weihnachtsfeier. Jene bietet dann die Möglichkeit, sein Gewissen zu beruhigen, wenn man sich unverzeihlicherweise eine der Oldie-Partys entgehen lassen hat.

„Stille Nacht, Heilige Nacht …” ist das eigentliche Motto zu Weihnachten, jedoch nicht bei den Weihnachtsfeiern in der Aula des Gymnasiums Lübz. Dort tummeln sich zahlreiche Gymnasiasten, Altschüler und Lehrer, die sich mit ausgelassener Stimmung auf Weihnachten einstimmen, dabei darf ein Weihnachtsmann natürlich nicht fehlen. Dieser erscheint jedoch selten mit einem Schlitten, dafür oft mit anderen Fortbewegungsmitteln, wie zum Beispiel per Fahrrad. Dabei brachte er viele „Wahnsinnsgeschenke” für die anwesenden Lehrer mit, jedoch mussten diese etwas für ihre Präsente tun, beispielsweise mussten Lieder gesungen oder Geschichten erzählt werden. Frau Kröll, passend zu ihrem Unterrichtsfach, bot eine eindrucksvolle Fassung von „Silent Night” dar, woraufhin sie mit einer echten Koreatanne, geschmückt mit handsignierten Kugeln ihrer Schüler, belohnt wurde. Im Laufe des Abends wurden die Lehrer dann noch für viele lustige Spiele „missbraucht”. Diese reichten von „Bleistift-Einlochen” bis zum „Wadengreifen” und sorgten unter den Schülern für viel Spaß. Man konnte so eine Menge der sonst so gestrengen Lehrer mal von einer ganz anderen Seite kennen lernen…

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien gibt es dann noch einen Bonbon der besonderen Art, das„Weihnachtssingen”. Dabei scheint es weniger um das richtige, sondern eher um das laute Singen zu gehen, ganz nach dem Motto „Dabei sein ist alles”. Während man sich früher im Treppenhaus auf mehreren Etagen versammelte, tummelten sich die Schüler in den letzten Jahren in der Aula, um zu vermeiden, dass die Sänger der dritten Etage erst die vierte Strophe anstimmte, während die der ersten ihr Lied schon beendet hatten.

Der erste Höhepunkt im neuen Jahr ist dann die Faschingsfeier, die eine weitere Tradition am Gymnasium darstellt. Oftmals wurde ein Motto vorgegeben, beispielsweise „das Narrenschiff sing(k)t”, nach dem sich die Gäste dann nach Lust und Laune verkleiden konnten. Meist gab es jedoch auch einige Individualisten, die mit anderen „wilden” Kostümen erschienen und so das Gesamtbild auflockerten. Auch beim Fasching gab es lustige Programme, beispielsweise ein männliches „Schwanenseeballett” oder auch mal eine Büttenrede, mit der natürlich auch die Lehrer aufs Korn genommen wurden. So entwickelte sich auch der Fasching zu einer der „Kultparties” des Gymnasiums.
Positiv bleibt anzumerken, dass sich auch die Mitglieder des Lehrkörpers zunehmend  bei solchen Veranstaltungen einfinden und durch die Teilnahme an zahlreichen Spielen für noch mehr Spaß, Ausgelassenheit und gute Laune sorgen, was das Gesamtbild aller Traditionen schon immer prägte und letztlich zu einem erlebenswerten Ganzen macht.
Tradition an unserer Schule wurde seit 1991 auch das Mitbestimmungsrecht der 12. Klassen bei der feierlichen Ausgestaltung der Abiturzeugnisausgabe. Die Musikkurse beraten z.B. bei der Auswahl der Musik. Sie legen die Reihenfolge der Stücke fest, die meist von Mitschülern jüngerer Jahrgänge zu Gehör gebracht werden.

Höhepunkte dieser Veranstaltungen sind auch immer wieder der Auftritt von Schülern der 11.Klassen, die mit Rezitationen zur thematischen Gestaltung der Zeugnisausgabe beitragen. Dieser letzte Höhepunkt lässt unsere Schulzeit dann auf eineangenehme Weise ausklingen und wird dadurch zu einem Ereignis, an das man sich gern zurückerinnert, bevor man sich amAbend des gleichen Tages mit Eltern und Lehrern trifft, um das bestandene Abitur zu feiern.

Das EntdeckerfestZum Anfang

Des Weiteren ist noch das Entdeckerfest „1000 Jahre Mecklenburg” zu nennen. Dieses Spektakel ereignete sich am 20.06.1995 in Lübz, an dem viele Schüler und Lehrer des Lübzer Gymnasiums mitwirkten. Die Hauptverantwortung bei der Vorbereitung und Durchführung trugen Herr Kröll, Frau Prange sowie Herr Vorhauer mit Schülern der Klassen 9-1 und 10-2. Der Tag wurde in den Wochen zuvor, unter anderem auch während der Projekttage, in mühevoller Kleinarbeit vorbereitet. Ein historisches Programm wurde von Schülern unter der Anleitung von Frau Prange erstellt. Das Markttreiben musste vorbereitet werden, Sponsoren wurden gesucht.
An einem Dienstag war es dann soweit. Über 70 Komparsen zogen in historischen Gewändern durch die Stadt in Richtung Markt, nachdem sich am Schulkomplex in der Schützenstraße Lübzer Grundschüler dem Zug anschlossen. Feldherr und Bischof,Burgfräulein und Rokokodame gaben sich ein Stelldichein. Vor den Augen eines vielköpfigen Publikums präsentierten sie auf einem historischen Laufsteg Mittelalter und Renaissance, Rokoko und Biedermeier.
Die historischen Gewänder stammten aus den Filmstudios in Potsdam – Babelsberg und wurden den Lübzer Gymnasiasten über die in Bonn ansässige Otto – Benecke – Stiftung zur Verfügung gestellt. Die Gestaltung des Spektakels hatte die Stiftung den Gymnasiasten frei überlassen. Und die hatten ein historisches Volksfest auf die Beine gestellt, bei dem die Zuschauer gleichzeitig noch humorvolle „Nachhilfe” in Geschichte erhielten. Auch Bürgermeisterin Gudrun Stein musste vorübergehend „abdanken”. Sie übergab den Schlüssel der Stadt Lübz an den Feldherrn Wallenstein.
Nach der Modenschau dampften Knüppelkuchen über einem offenen Feuer, Wahrsager erkundeten die Zukunft, Waffeln, Würstchen und Getränke wurden feilgeboten.

Hier einige Meinungen:

Herr Kröll (Organisator): „Eine Superveranstaltung! Die Mühe hat sich gelohnt, das zeigte sich am Interesse der Menschen, die von diesem Spektakel angelockt wurden.”

Stephan J.: „Ein Spektakel der Superlative! ”

Antje B. (Niklots Frau): „Die Kleider waren zwar ziemlich schwer und es war warm, aber es war auch eine neue Erfahrung, an die ich mich gerne zurückerinnern werde.”

Jana E. (Blüchers Frau): „Lustig war der Kontakt mit dem Leuten, die einen begutachtet, aber auch bemitleidet haben.”

Ralph L. (Scharfrichter): „Schön, aber stressig.”

Dieses Fest bereitete nicht nur den Gästen und den Organisatoren eine große Freude, es diente auch zu einem guten Zweck. Die Gymnasiasten haben dank Sponsoring ortsansässiger Firmen und durch Eigeninitiative 1.200,- DM eingenommen. Sie spendeten dieses Geld an verschiedene Jugendfördereinrichtungen.

Neue Traditionen am GymnasiumZum Anfang

In der jüngeren Geschichte unserer Schule entwickelten sich Traditionen, die besonders der Integration der Schüler der 5. Klassen dienen. Hierbei handelt es sich um Schulfeste der Orientierungsstufe (5. und 6. Klassen), die von älteren Schülern unter der Anleitung von Frau S. Zwick und Frau S. Penndorf zu Beginn des Schuljahres durchgeführt werden. Während das erste Fest im Schuljahr 1997/98 ein „Hexenfest” war, hieß das Motto in diesem Schuljahr „Wilder Westen”. Marterpfähle, Luftballons und selbstgemalte Bilder schmückten den Schulhof, den Container und den Platz um die neue Turnhalle. Die Begrüßung erfolgte unter Klängen von Westernsounds und Indianergeheul.
Bereits im Vorfeld mussten die Klassen eine Botschaft entschlüsseln und im Innenhof des Containers zum Besten geben. Danach ging es mit wildem Geschrei in das nahegelegene Waldgebiet „Neuer Teich”, wo sich alle Bleichgesichter und Indianer um ihre mitgebrachten Tippis versammelten. Eltern und Klassenlehrer hatten mit Kuchen, Schmalzstullen und Naschsachen inzwischen für eine zünftige Stärkung gesorgt. Im weiteren Verlauf waren viele schöne Spiele geplant, die jedoch nur zum Teil realisiert werden konnte, da Petrus leider nicht mitspielte und die Prärie zeitweise in einen Sumpf verwandelte. Aber ein Indianer kennt bekanntlich keinen Schmerz, so ging es mit Sack und Tippi zurück in die heimatlichen Gefilde.
Hier angekommen wurde nahtlos bei flotten Rhythmen von Karl May der Stationsbetrieb aufgenommen. Er beinhaltete Dosenwerfen, Puzzle, Pferdereiten, Dart, Hufeisenwerfen, einen Quiz u.a. Mit leckeren Grillwürsten wurden alle außerdem noch belohnt.
Die Krönung des Festes bildete die „Marterpfahl-Qual”, an dem nicht nur die besten Klassen und Zeichnungen geehrt wurden, sondern auch so mancher Indianer für seine vergangenen Taten mit einem typisch indianischen Namen bedacht wurde. Allen Beteiligten bereitete dieses Fest einen Riesenspaß. Manche fuhren sogar noch geschminkt und verkleidet nach Hause.

Letzter SchultagZum Anfang

Zu einer schönen Tradition entwickelte sich die Gestaltung des letzten Schultages. Während man noch Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre mit Trillerpfeife, Minirock, Schleifchen im Haar und altem Schultornister den letzten Schultag vor allem lautstark verabschiedete, begann der Abi-Jahrgang 1992/93 sich Gedanken um den Ablauf dieses würdigen Tages zu machen. Das Thema „Gefängnis Schule” war vielleicht nicht ganz so glücklich gewählt, aber diesem Jahrgang gebührt der Dank, etwas Neues in die Wege geleitet zu haben. Für die kommenden Jahrgänge hieß es nun stets: besser machen. Leichter gesagt alsgetan. Neue Ideen mussten her, Konzepte erarbeitet und umgesetzt werden; schließlich sollte es ein richtig kleines Kulturspektakel werden. Dass dies von Jahr zu Jahr besser gelang, ist sicherlich auch auf den Umstand zurückzuführen, dass sich das Organisationskomitee „Letzter Schultag” seit Anfang der 12. Klasse Gedanken machte und Anregungen von vergangenen Jahrgängen nutzen konnte.
So entstanden viele schöne Themenbereiche:
- im Jahrgang 93/94: Wo sind all die Indianer hin?,
- im Jahrgang 94/95: Im Kloster der Mönche,
- im Jahrgang 95/96: Im Reich der Teufel und Engel,
- im Jahrgang 96/97: Old Mc Donald had a farm,
- im Jahrgang 97/98: In einer mittelalterlichen Stadt.
Jedes Jahr wurden   die Lehrer schon vor der 1.Stunde überrascht. So mussten sie z.B. Parkgebühren zahlen oder sich erst einen Weg durch das Foyer erkämpften, da dort verschiedene Gegenstände aufgebaut waren. (Kartons, Strohballen oder Eierbehälter) Dies fand natürlich zur Freude aller Schüler statt, die oft bis in die erste Stunde hinein das Schauspiel verfolgten.
1997 und 1998 wurde den Lehrern im Anschluss daran für ihre Mühen mit einem leckeren Frühstück gedankt, welches die Abiturienten im Lehrerzimmer vorbereitet hatten.
Doch das eigentliche Programm begann in der ersten Hofpause, in der sich dann alle gespannt auf dem Schulhof versammelten.
Entsprechend dem Motto des Tages folgte ein ideenreiches Programm, welches so manche Überraschung bot.
Nach der üblichen Laudatio, in der Schule, Lehrer und Schüler unter die Lupe genommen wurden, begann das Spektakel. Ganze Heerscharen von Rothäuten, von Engeln und Teufeln, Tieren vom Bauernhof oder mittelalterliches Gesindel trieben ihr Unwesen. Kühe mussten gemolken werden, Lehrer wurden in Schubkarren auf Slalomwegen transportiert oder mussten sich vom Marterpfahl „frei” singen. Dass dieses Spektakel nicht nur Schüler und Lehrer der Schule begeisterte, sondern auch die alljährlich anwesenden kleinen Gäste der Kita „Pfiffikus”, versteht sich von selbst. Zum Abschied stiftete jeder Abi-Jahrgang etwas Bleibendes als Geschenk für ihre „Penne”: Erinnerungsbäumchen für den Schulhof, einen großen gemauerten Grill für Schulfeste, zwei schmiedeeiserne Bänke, Erinnerungstafeln u.a. Dass diese schöne Tradition nicht verloren geht, das haben sich die neuen 12er Jahrgänge auf ihre Fahnen geschrieben. Nur es wird immer schwerer, tolle und immer bessere Ideen zu finden.
Aber lassen wir uns auch weiterhin überraschen…

SVZ, 24.04.96

Auszug aus der Rede für den letzten Schultag
Von Stephan F. Jenrich – 1997

“Hier steh ich nun ich armer Tor,
bin 18 Jahr – schlau wie zuvor.

Unser Gymnasium ist ein Bauernhof.
Als wir vor knapp 6 Jahren,
das erste mal am Hofe waren,
da waren wir noch alle doof.
In Legebatterien verbracht,
als Raum 49 aufgemacht,
vergingen schnell 5 Jahre
und von der Wiege bis zur Bahre,
hieß es lerne, lerne, lerne.
Manchmal un- und manchmal gerne.
Obwohl gerne-? Naja, egal.
Die Knechte ließen keine Wahl.
Und bald am Schlachttag Abitur,
zeigt sich des Faultiers wahre Spur.

Ach, Schülerzeit, du schönste Zeit.
Wir waren jeder Zeit bereit.
Anstatt, daß man sich bei Bullenhitzefrei mal sonnte,
zum Ochsen man sich schwitzen konnte.
Der Schulhof matschig – dann und wann,
dass man sich darin suhlen kann.
Und im ersten Winter froren,
in den Stunden uns die Ohren.
Denn bitter kalt war’s drin und draus’
Bis Großbauer Dieter schickte uns nach Haus.

Wer an dieser Stelle bedankt sein möchte.
sind all’ die Mägde und auch Knechte,
die uns mit Wissen vollgestopft,
und manchen Merksatz aufgepropft.
Das meiste ham wir angesetzt, wie man sieht,
doch manches ist verdaut und Schiet.
Denn was man kriegt als kleines Schwein
Das passt in keinen Pferdeschädel ein.

Beschweren müssen wir an diesem Ort,
nein nicht mit Kilo, sondern Wort,
uns bei dem Parchim Reisedienst,
denn manchmal war es fast gleich Mord,
der unterirdische Viehtransport.
Ich will nicht meckern, denn meckern ist ja abgeschmackt,
und eigentlich mag ich Hautkontakt.
Naja, kommt immer drauf an mit wem,
und ich mein ja außerdem,
jetzt fällt mir gerade nichts mehr ein,
na gut, dann lass ich’s eben sein.

Ein Affentheater, das gab’s bei uns auch,
denn an den Projekttagen ist es schon Brauch,
dass Affen, die können das Spielen von Stücken,
sich auf die Spielbühne im Aulasaal drücken.

Im Bauernhof Gymnasium,
gingen schnell 5 Jahre um.
Nun ist es Time lo say good bye,
nun legen wir das Abschiedsei.
Wir sagen tschüß, adieu, auf Wiedersehen,
wir wissen, die Zeit mit uns war schön.
Und nun nehmt Abschied, Brüder!
Es ist vollbracht…!

Halt noch nicht ganz…

Laßt die Spiele beginnen….!”

Schülerausblicke – ErwartungenZum Anfang

Mein Name ist Franziska Niendorf. Seit August 1998 besuche ich die 5. Klasse des Gymnasiums in Lübz.
Da meine Lernergebnisse in der Grundschule gut waren, ich später vielleicht studieren möchte und auch meine Schwester das Abitur abgelegt hat, war es mein Wunsch, am Gymnasium zu lernen. Obwohl ich bei meiner Schwester gesehen habe, dass sie sehr viel Zeit mit Hausaufgaben verbrachte, war ich gespannt auf die neue Schule. Auch wenn ich in den Ferien eigentlich nicht an Schule denke, war der Schulwechsel eine besondere Situation.
Werde ich meine Leistungen halten können? Wie wird das Verhältnis zwischen den großen Schülern und uns sein? Werden die Lehrer dort besonders streng unterrichten?

Franziska + Stefanie Neumann

Froh war ich, als ich erfuhr, dass mir meine Mitschüler aus der Grundschule, bereits bekannt waren. Unseren schönen Klassenraum konnten wir uns schon am letzten Ferientag anschauen. Mit den Lehrern ist es wie in der Grundschule. Die meisten sind lustig und nett, nur wenige gefallen mir nicht so gut. Meine Eltern sagen immer, dass man sich bei allen Lehrern um gute Ergebnisse bemühen soll. Wenn man gute Lernergebnisse erzielt, kommt man auch mit den Lehrern gut aus. In den 8 Jahren, die ich noch bis zum Abitur vor mir habe, werde ich sehen, ob sich das bewahrheitet.
Da im 5. Schuljahr der Fachunterricht einsetzt, bedeutet das für die Schüler einen gewissen Neuanfang. Durch aufmerksames Arbeiten im Unterricht kann man sich viele Hausaufgaben ersparen, da diese überwiegend für den mündlichen Bereich erteilt werden. Klausuren sind für mich etwas Neues, da sie für das Endergebnis eine große Bedeutung haben. Insgesamt ist dasLernen am Gymnasium mehr an Zensuren orientiert. Das wird wohl noch die nächsten Jahre so bleiben.
Sollte ich das Abitur nach 13 Schuljahren ablegen, so habe ich noch 8 Schuljahre vor mir. Da werde ich sicher noch viele neue Eindrücke gewinnen, so manche Lehrer kennenlernen und verschiedenste Veränderungen erleben. Ich bin gespannt darauf.

Schülerrückblicke – RésuméZum Anfang

Der Schrecken hat einen Namen – “Schule”. Aber es ist vollbracht. Das Bangen und Hoffen hat ein Ende, die Erlösung ist nah und das Ziel fast erreicht, wir haben das Abitur schon fest im Visier, die letzte Motivation, die uns noch vorantreibt. So oder so ähnlich stellt man sich das Fazit eines Abiturienten vor, nachdem er zwölf Jahre lang bei zahllosen Vorträgen, Referaten, Leistungskontrollen, Kurzkontrollen, Tests, Diktaten, Vokabelkontrollen, Arbeiten, Hausarbeiten und Klausuren schwitzen musste. Aber dem ist nicht wirklich so und es gab und gibt so viele kleine und größere Stories, die das Schulleben ziemlich erträglich und sogar angenehm gestalteten und natürlich gestalten.

Torsten Große-Freese & Jan Klaiber

Zwölf lange Jahre ist es nun her, dass wir mit einer Schultüte im Arm das erste Mal vor den “Olymp der Bildung” traten, stolz und mit viel Motivation. Dieser Moment der Freude, Spannung und Unwissenheit über das zu Erwartende ist jedoch schon unzählige Monde her und mit ihm verflog zwischenzeitlich auch der Eifer und die ehemals hoch im Kurs stehende Lust am Lernen. Schließlich entschieden wir uns aber doch für den Schritt in ein verlängertes und “qualvolleres” Schülerdasein. So gerieten wir in die “Fänge” des Gymnasiums Lübz, die uns bis heute nicht losließen. Die anfangs mit Argusaugen beäugten Mentoren entpuppten sich letztlich und überraschend aber auch als Angehörige der Spezies Mensch und es verflogen auch die letzten Gedanken daran, vielleicht doch den zuweilen taktisch sinnvoller erscheinenden Rückzug anzutreten. Die Jahre gingen ins Land und unser Wissen gedieh prächtig, so hatte es wenigstens den Anschein. Einige Kontrollen des offenbar Erlernten belehrten uns jedoch eines Besseren und ließen die Frage nach dem “Warum?” laut werden. Auf der Suche nach der Lösungdes Problems gelangten wir nach vielen Um- und Abwegen zu der Antwort: Man sollte etwas tun, um das Erlernte auch langfristig anzuwenden, unsere Pauker nannten es “Lernen”. Diese Methode fand schließlich auch bei uns Pennälern (nach und nach) Anklang, obgleich die Periodizität manchmal, natürlich in Ausnahmefällen, zu wünschen übrig ließ.
Um das Lernen aber nicht zu sehr in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten zu stellen, ist es scheinbar die Pflicht eines jeden Gymnasiasten, möglichst viele Höhepunkte der Schule in möglichst kurzen Zeitabständen zu besuchen. Dies war wenigstens für uns das Motto, denn es ist auch anzumerken, dass es durchaus Mitschüler gab, die solche Veranstaltungen mit Regelmäßigkeit mieden oder sie nach circa zwei Stunden verließen, um die “Szene-Disco” schlechthin aufzusuchen. Gott sei Dank waren dies aber nur einzelne vom rechten Weg abgekommene Seelen, was unseren Veranstaltungen keinen Abbruch tat. So blieb jedes Treffen ein Erlebnis für sich und bot die Möglichkeiten, Altschüler wieder zu sehen oder seine Lehrer von ganz neuen Seiten zu erleben. Diese Highlights waren oftmals feucht-fröhliche Angelegenheiten, wie auch unsere Klassenfahrten, natürlich bedingt durch die schlechten Witterungsbedingungen (Schnee und Regen), die uns oft begleiteten, aber nicht die gute Laune trübten. Solche Ausflüge brachten uns die unendlichen Weiten des europäischen Kontinents näher, welche uns von den Lehrern oder allzeit beliebten Stadtführern in informativen Stadtrundgängen verdeutlicht wurden. Natürlich gaben die Fahrten auch den Lehrern immer wieder Anlass, die Schule Schule sein zu lassen, und es kam zu durchaus netten und auch lustigen Gesprächen mit den Schülern. Es waren Erlebnisse, die sich für immer in unsere arg strapazierten Hirne eingebrannt haben, für uns die letzten ihrer Art.

Insgesamt überstanden wir durch List und Tücke, mit Mut und Verzweiflung, aber auch mit viel Witz und Spaß alle Hürden und gelangten schließlich in die letzte Etappe auf unserer Odyssee durch die Schulzeit, kurz: Abi. Nicht zuletzt war es der Odem unserer Lehrer, der uns die Segel straffte und uns gen Abitur trieb, sogar bei Ebbe. So schreiten wir nun zum Tage der Offenbarung. Aber kurz und gut, wir haben es bis hierher geschafft, dann dürfte das Abitur eigentlich nur eine unbedeutende Verlängerung unseres “Leidensweges” darstellen.
Also krempeln wir die Ärmel hoch: Abi’99 – wir kommen!!