2 Schulentwicklung

Vom Wissen zum Können zum TunVL-Wheel

 

Schuljahr 2017/18

3. Landeskongress MV – Ganztägig lernen für die Zukunft

5. Oktober 2017 | Autor

Am Samstag vertraten Schülerinnen und Schüler das Eldenburg-Gymnasium auf dem 3. Landeskongress MV. Unter dem Motto “Ganztägig Lernen für die Zukunft” stellten sie gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in einem “Zukunftsklassenzimmer” die Entwicklung “kritischen Denkens” als Beispiel für die Umsetzung der Kompetenzen für das 21. Jahrhundert in der Ganztagsschule vor.

Ein besonderer Dank geht an Marie, Lea, Tanja, Isabell und Marie sowie Frau Schlott, Frau Bredow und Herrn Vorhauer – ihr wart toll!

Guckst du hier: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Landeskongress-Ganztaegig-lernen,nordmagazin45976.html

und hier: http://www.mv.ganztaegig-lernen.de/mehr-ganztaegig-lernen-fuer-die-zukunft

“Schulen zum Leben” machen Lernen sichtbar

8. September 2017 | Autor

Logo Schulen zum LebenIn der Vorbereitungswoche zum Schuljahr 2017/2018 fanden an allen drei Projektschulen im Rahmen des Projektes „Schulen zum Leben“ weitere Lehrerfortbildungen zu den zehn Haltungen nach Hattie und Zierer statt.

Den Auftakt machte das Eldenburg-Gymnasium Lübz am 28./ 29.08.2017. Auch diesmal wählte die Schule als Veranstaltungsort das Bücherhotel in Groß Breesen. Im Fokus standen die Haltungen „Ich entwickle positive Beziehungen!“ (Ha 4), „Ich verwende Dialog anstelle von Monolog!“ (Ha 5) und „Ich informiere alle über die Sprache der Bildung!“ (Ha 6).

Impulsvorträge des Projektleiters, Prof. Dr. Zierer (Universität Augsburg), und der Referentinnen Frau Lachner (Universität Augsburg), Frau Weckend (Universität Augsburg) und Frau Bloch (IQ M-V) untermauerten die Haltungen mittels empirischer Befunde.

Breesen August 2017 -1

Dabei wurde u.a. die Bedeutsamkeit folgender Faktoren thematisiert:

Haltung 4 Haltung 5 Haltung 6
  • Lehrererwartungen
  • Lehrer-Schüler-Beziehung
  • Glaubwürdigkeit
  • Angstreduktion
  • Klassendiskussion
  • Aufgabenbezogenes Lernen in Kleingruppen
  • Kooperatives Lernen vs. Individuelles Lernen
  • Direkte Instruktion
  • Klassengröße
  • Häusliches Anregungsniveau
  • Fernsehen
  • Sozioökonomischer Status
  • Elternunterstützung beim Lernen

Unter dem Aspekt der Lehrererwartung machten sich die Lehrerinnen und Lehrer im Modul 4 im Austausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen typische Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehler bewusst. Außerdem absolvierten sie in Partnerarbeit ein Stationen-Training zur Lehrer-Schüler-Kommunikation, bei dem die Trennung von Wahrnehmung und Deutung, das Umformulieren von Negationen, das Verwenden von Ich-Botschaften und das wertschätzende Äußern von Ärger thematisiert und als Strategie der Gesprächsführung geübt wurde.

In der Arbeitsphase von Modul 5 nahmen die Lehrerinnen und Lehrer an zwei Workshops teil. Im Workshop „Dialog im Unterricht“ setzten sie sich mit schüleraktivierenden und dialogfördernden Arbeitsaufträgen auseinander und erprobten die Methode des reziproken Lesens. Im Workshop „Direkte Instruktion und kooperatives Lernen“ konzipierten sie in Partnerarbeit eine Unterrichtssequenz mit direkter Instruktion und anschließendem kooperativen Lernen. Differenzierend war auch ein kollegialer Austausch bezüglich alternativer Bewertungsformen kooperativen Lernens möglich.

Am zweiten Fortbildungstag entwickelten die Lehrerinnen und Lehrer in Arbeitsgruppen auf Klassenstufenbasis je zwei Instrumente, um sowohl im ersten, als auch im zweiten Schulhalbjahr im Unterricht die Sprache der Bildung mit den Lernenden zu thematisieren. Der geplante Einsatz der Instrumente in den Klassenstufen wurde anschließend in einem „Sprache der Bildung“- Fahrplan der Schule zusammengefasst.

Am Ende eines jeden Moduls formulierten die Lehrerinnen und Lehrer nächste Schritte zur Umsetzung der bearbeiteten Haltungen im Unterrichtsalltag.

Die zweitägige intensive und produktive Zusammenarbeit erbrachte für die Lehrerinnen und Lehrer des Eldenburg-Gymnasiums nach eigener Aussage eine Vielzahl neuer Impulse für die unterrichtliche Tätigkeit.

Im positiven Feedback wurde der Wunsch nach längeren gemeinsamen Arbeitsphasen zur Vertiefung der Inhalte und noch mehr Zeit für kollegialen Austausch geäußert.

 Ausblick

Die nächste Fortbildungsveranstaltung im Rahmen des Projektes „Schulen zum Leben“ findet für die Lehrerinnen und Lehrer des Eldenburg-Gymnasiums am 03. – 04. April 2018 wieder in Groß Breesen statt. Inhaltlicher Schwerpunkt sind dann die Haltungen 7 „Ich sehe mich als Veränderungsagent!“ und 8 „Ich gebe und fordere Rückmeldung!“.

R. Bloch

Referentin für das Projekt “Schulen zum Leben”

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern

 

Schuljahr 2016/17

Wir sind dabei – “Engagement-Schulen” bereiten Projekte vor (NDR)

17. Juli 2017 | Autor

“Wir reden über Lernen, nicht über Lehren!”

Lehrerteam des EGL führt Fortbildungsreihe zielgerichtet weiter

2. Mai 2017 | Autor

Logo Schulen zum Leben

Die Lehrerfortbildungen im Rahmen des Landesnetzwerkes “Schulen zum Leben” zu den ersten drei der zehn Haltungen nach Hattie und Zierer fanden für die Lehrerinnen und Lehrer des Eldenburg-Gymnasiums Lübz am 18. und 19.04.2017 in Groß Breesen statt. Im idyllisch gelegenen Gutshotel nutzte das Lehrerkollegium die letzten zwei Ferientage, um in entspannter Atmosphäre gemeinsam über wichtige Gelingensbedingungen von Schule und Unterricht nachzudenken. Im Zentrum der Fortbildungsreihe stehen dabei die Haltungen von Lehrpersonen, die nach Hattie und Zierer den entscheidenden Faktor für schulischen Bildungserfolg darstellen.

Ein Ziel der Veranstaltungen war die Klärung des Verständnisses der Haltungen „Ich rede über Lernen, nicht über Lehren!“, „Ich setze die Herausforderung!“ und „Ich betrachte Lernen als harte Arbeit!“.

Aus den Daten der wissenschaftlichen Vorerhebung ihrer Schule leiteten die Lehrerinnen und Lehrer Schlussfolgerungen ab unter den Fragestellungen:

  1. Was bedeutet die Diskrepanz der Werte der Lehrer- und Schülerbefragung für mich und meinen Unterricht? bzw. Was läuft an unserer Schule besonders gut? (Ist-Zustand)
  2. Wo besteht Handlungsbedarf? (Ziel / Soll-Zustand)
  3. Was verstehen wir unter einer positiven Fehlerkultur?

Logo Uni AugsburgImpulsvorträge der Referentinnen Frau Lachner (Universität Augsburg), Frau Weckend (Universität Augsburg) und Frau Bloch (IQ M-V) untermauerten die Haltungen mittels empirischer Befunde. Gruppenarbeitsphasen dienten der Vertiefung der Erkenntnisse durch kollegialen Austausch.

Insbesondere wurde die Bedeutsamkeit folgender Faktoren thematisiert:

  • Vorausgehendes Leistungsniveau
  • Erkenntnisstufen
  • Schülerpersönlichkeit
  • Passung von Lernmethoden und Lernstilen
  • Selbstkonzept
  • Klarheit der Lehrperson
  • Ziele
  • Bewusstes Üben
  • Konzentration, Ausdauer und Engagement
  • Hausaufgaben

Effekte, wie z.B. der Invisible Gorilla-, der Marshmallow-, der Dumm-und-dümmer- sowie der Flow- und der IKEA-Effekt wurden von den Lehrpersonen in Zusammenhang mit Lernen und Lehren interpretiert.

Im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen reflektierten die Lehrerinnen und Lehrer ihre Methoden zur Analyse der Lernausgangslage und ihre eigenen Lernzielformulierungen. Außerdem entwickelten sie in fachbereichsgleicher Partnerarbeit eigene Aufgabenstellungen so weiter, dass künftig verschiedene Erkenntnisstufen der Lernenden besser angesprochen werden können. Um die positive Fehlerkultur im Unterricht weiterzuentwickeln, wurde gemeinsam nach Möglichkeiten des konstruktiven Umganges mit Fehlern im Unterricht gesucht.

Inhaltlicher Schwerpunkt des zweiten Fortbildungstages war die Erstellung von Instrumenten zur Selbstevaluation des Lernprozesses durch die Lernenden in den einzelnen Fachbereichen, welche z.T. noch im laufenden Schuljahr zum Einsatz kommen werden.

Abschließend formulierten die Lehrerinnen und Lehrer ihre nächsten Schritte zur Umsetzung der bearbeiteten Haltungen im eigenen Unterrichtsalltag.

Nach zweitägiger intensiver Arbeit endeten die Fortbildungsveranstaltungen für die Lehrerinnen und Lehrer des Eldenburg-Gymnasiums mit neuen Impulsen für die eigene unterrichtliche Tätigkeit, einsatzfähigen Schülermaterialien und einer Vielzahl von teamfestigenden Erfahrungen des kollegialen Austausches.

R. Bloch

Referentin für das Projekt “Schulen zum Leben”

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern

Alles eine Frage der Haltung und des Wollens (svz 02-12-16)

3. Dezember 2016 | Autor
Einst Grundschul-, heute Hochschullehrer: Prof. Dr. Klaus Zierer von der Universität Augsburg sieht in John Hattie die Chance für guten Unterricht
Lübz/Augsburg

Klaus ZiererMit einem lachenden und weinenden Auge hat sich Prof. Dr. Klaus Zierer vor einigen Jahren aus dem Schuldienst verabschiedet. Er selbst war Grundschullehrer, hat einige – wenige Jahre – im Schuldienst gearbeitet. „Die Arbeit mit Kindern bringt unheimlich viel Spaß“, sagt er. Doch mittlerweile forscht Klaus Zierer – viel mehr als vorher. Früh hat er promoviert, schnell die Habilitation gemacht. Heute steht Klaus Zierer vor Studenten im Hörsaal. „Erwachsene zu unterrichten, ist etwas ganz anderes als Kinder.“ Spaß bringt es ihm dennoch.

Mit John Hattie pflegt er engen Kontakt. Als er die Studie über das Visible Learning in seine Hände bekommt, überlegt er nicht lange. „Ich habe noch am selben Tag mit dem Fischer-Verlag telefoniert und gesagt, wir müssen das ins Deutsche übersetzen.“ Gesagt, getan. John Hattie hält Einzug in Deutschland. Mit dem damaligen Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb, arbeitet Klaus Zierer ebenfalls eng zusammen. „Ich war begeistert, wie ernst Mathias Brodkorb die Studie genommen hat. Er hat sich explizit mit Hattie auseinander gesetzt“, erzählt Klaus Zierer im Eldenburg-Gymnasium. Herausgekommen ist das Buch „Hattie für gestresste Lehrer“. Darin enthalten die wichtigsten Botschaften, Kernaussagen aus John Hatties Studie. Und Ratschläge, Handlungsempfehlungen für Lehrer. Kurz und kompakt auf 130 Seiten.

Eine Frage der Haltung
Immer wieder wird diskutiert, wie Schule, wie Lehrer sein müssen. „Pisa und Co. bewirken an der Basis sehr wenig“, erklärt Klaus Zierer. Für ihn – und das ist die Quintessenz aus Hatties Studie – geht es um die Lehrperson. „Schule ist keine Einbahnstraße, sondern ein Dialog zwischen Lehrern und Schüler gleichermaßen“, verdeutlicht Klaus Zierer. Der Kern von gutem Unterricht ist der Lehrer. „Es geht um die Haltung, um die innere Einstellung. Kurz gesagt: Kenne deinen Einfluss.“ So heißt es bei John Hattie.Über Lernen ins Gespräch kommen, das versucht auch Torsten Schwarz am Eldenburg-Gymnasium Lübz umzusetzen. Seit einigen Jahren schon praktiziert der Schulleiter die sogenannte „Feedback“-Kultur am Gymnasium. „Wir werden auch bewertet, nicht benotet. Aber unsere Schüler geben uns Feedback, wie der Unterricht gewesen ist. Guten Unterricht zu machen, ist doch der Kern von Schule“, verdeutlicht Torsten Schwarz. An diesem Punkt trifft Torsten Schwarz bei Klaus Zierer ins Schwarze. „Wir müssen immer wieder diese Reflexion ansteuern. Sich selbst in Frage stellen – auch als Lehrer – ist schwierig. John Hattie kann dabei helfen“, erläutert der Hochschuldozent aus Augsburg.Mit der „Methode Schwarz“ ist Lübz’ Schulleiter seit einigen Jahren erfolgreich unterwegs. Nicht ohne Grund wurde Torsten Schwarz vor mehr als zwei Jahren zum Lehrer des Jahres gewählt. Das honoriert auch Torsten Kröll vom Schulamt Schwerin. „Das Eldenburg-Gymnasium Lübz ist schon besonders. Das Gymnasium hat sich auf seine Fahne geschrieben, Schule für Schüler zu machen“, sagt Torsten Kröll. Das geht nicht allein. Deshalb nimmt Torsten Schwarz das komplette Kollegium in die Pflicht. Alle ziehen an einem Strang – jetzt gemeinsam mit Klaus Zierer für besseren Unterricht. sapa

Einführungsveranstaltung – Werthaltungen als Schlüssel

23. November 2016 | Autor

Logo Schulen zum LebenDie Einführungsveranstaltung zum Projekt „Schulen zum Leben“ fand [...] am 16.11.2016 am Eldenburg-Gymnasium Lübz statt.

Ziel der Veranstaltung war die Klärung des Begriffes „Haltung“ und der Relevanz von Haltungen und Haltungsarbeit. Die Lehrerinnen und Lehrer bekamen die Gelegenheit, ihre eigenen Haltungen zu reflektieren und mit den Haltungen der Kolleginnen und Kollegen zu vergleichen. Außerdem erfolgte eine Zielbestimmung der Haltungen im Kollegium.

Vor Beginn der Einführung formulierten die teilnehmenden Lehrkräfte ihre Erwartungen und offenen Fragen. Im folgenden Impulsvortrag erläuterte der Projektleiter, Herr Prof. Zierer vom Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Augsburg, was erfolgreiche Führungspersonen und somit auch erfolgreiche Lehrpersonen kennzeichnet. Dabei ging er besonders auf die Bedeutung der persönlichen Haltungen von Lehrpersonen ein. Frau Bloch, Referentin des IQ M-V, leitete anschließend die erste Gruppenarbeitsphase ein. Hier hatten die Lehrerinnen und Lehrer Gelegenheit, bezüglich der eigenen Haltungen und der möglichen Einflussfaktoren auf die eigene Haltung in einen kollegialen Gedankenaustausch zu treten. Auf einem Meinungsmarkt konnten sich die Lehrerinnen und Lehrer dann über die Arbeitsergebnisse der anderen Gruppen informieren, gezielt nachfragen oder bei Bedarf die Ergebnisse diskutieren. Ausgehend von den im Kollegium vorhandenen gemeinsamen Grundhaltungen wurden anschließend die 10 Haltungen einer Lehrperson nach Hattie & Zierer vorgestellt. Frau Weckend, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Augsburg, führte nachfolgend durch eine Übung, bei der die Lehrerinnen und Lehrer Vignetten (Fallbeispiele) den 10 Haltungen nach Hattie & Zierer zuordneten. Das entstehende Haltungsnetz verdeutlichte die enge Verknüpfung der einzelnen Haltungen. In der zweiten Gruppenarbeitsphase hatten die Lehrerinnen und Lehrer dann Gelegenheit ihre persönlichen Haltungen mit den Haltungen von Hattie & Zierer zu vergleichen und zu reflektieren, inwieweit diese Haltungen bereits im eigenen Unterricht umgesetzt werden. Gleichzeitig wurde erfragt, bezüglich welcher der 10 Haltungen noch besonders hoher Informationsbedarf besteht. Die Ergebnisse aller Lehrpersonen wurden für jede Haltung gesondert in einem Koordinatensystem erfasst, so dass sich ein Gesamtbild bezüglich des Kollegiums ergab. Die Koordinatensysteme für die einzelnen Haltungen wurden anschließend in einem Poster zusammengefasst und durch das Projektteam ausgewertet. Abschließend erläuterte Frau Lachner, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Augsburg, die weitere Arbeitsweise mit dem Portfolio, griff noch einmal die am Anfang der Veranstaltung formulierten Erwartungen auf und gab einen Ausblick auf die inhaltliche Gestaltung der folgenden zwei Fortbildungsmodule.

R. Bloch

Professor Zierer zur Frage: Warum Schülerfeedback für gelingenden Unterricht nötig ist:

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/schulpolitik-schuelerfeedback-ist-notwendig/14803994.html

EGL – eine Schule zum Leben

24. Oktober 2016 | Autor

Logo Schulen zum Leben

Am 19.09.2016 fand in Schwerin die Kick-off-Veranstaltung zum Start des Projektes „Schulen zum Leben“ statt. Im Institut für Qualitätsentwicklung M-V trafen sich 21 Vertreter der erweiterten Schulleitungen der vier teilnehmenden Projektschulen mit dem Projektleiter, Herrn Prof. Zierer von der Universität Augsburg, und den projektkoordinierenden bzw. –begleitenden Mitarbeiterinnen der Universität Augsburg und des IQ M-V.

Ziele der Veranstaltung waren das gemeinsame Kennenlernen der Projektpartner, Absprachen zum Projektverlauf sowie die Terminkoordinierung.

Zu Beginn berichteten die vier am Projekt beteiligten Schulen – das Eldenburg Gymnasium Lübz, die Europaschule Rövershagen, der Rechnitzcampus Laage sowie das Goethegymnasium Demmin – über Strukturen, Rahmenbedingungen und Arbeitsschwerpunkte ihrer Schulen und glichen ihre Erwartungshaltungen bezüglich des Projektes miteinander ab.

In seinem anschließenden Impulsvortrag fasste Herr Prof. Klaus Zierer die Kernbotschaften von Simon Sinek, Howard Gardner und John Hattie zusammen und formulierte darauf aufbauend noch einmal die Ziele des Projektes.

Nachfolgend wurden den Projektschulen durch die Projektmitarbeiterinnen Frau Denise Weckend (Universität Augsburg) und Frau Ricarda Bloch (IQ M-V)  die geplante Projektstruktur, insbesondere die Schulleitertreffen, die Schulnetzwerktreffen sowie die Weiterbildungsmodule, erläutert und der Projekt-Zeitplan vorgestellt.

Gemeinsam konnten die wichtigsten Terminabsprachen für das Schuljahr 2016/17 getroffen werden.

Wichtige Informationen erhielten die Projektschulen auch von der Projektmitarbeiterin Frau Christina Lachner (Universität Augsburg) bezüglich der Projektevaluation in Form von Projektberichten, Evaluationsbögen für die Weiterbildungen sowie Lehrer-, Schüler- und Schulleiterfragebögen.

Außerdem wurden Empfehlungen zur Verwendung der den Schulen zur Verfügung stehenden Projektmittel ausgesprochen z.B. der Erwerb einer Schullizenz für die App Feedbackschule, die Anschaffung von Portfolio-Ordnern, Tablets und des Buches “Kenne deinen Einfluss!“ von John Hattie und Klaus Zierer.

Ausgestattet mit einer Vielzahl von Impulsen und Informationen begaben sich die vier Projektschulen auf den Weg aufeinander zu und gemeinsam vorwärts im Sinne der Veränderung von Haltungen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität.  R. Bloch (IQMV)

 

Schuljahr 2015/16

Weißt du nur, paukst du noch oder lernst du schon selbstständig?

Kollegium bereitet auf mehrtägiger Klausurtagung gemeinsam guten Unterricht für das neue Schuljahr vor

11. September 2015 | Autor

WP_20150827_005Auch in diesem Schuljahr stellte sich das Kollegium des Eldenburg-Gymnasiums dem eigenen Anspruch, die Unterrichtsentwicklung im Sinne eines guten und effektiven Lernens jedes einzelnen Schülers konsequent weiter voranzutreiben. Hierzu traf sich unser Kollegenteam traditionell in der letzten Ferienwoche, um im Rahmen unserer zweitägigen Klausurtagung gemeinsam Unterricht für das kommende Schuljahr entsprechend unserer Qualitätsbereiche und Entwicklungsschwerpunkte zu planen.

WP_20150827_004Maßstab und Bezugspunkt bleiben für uns auch weiterhin die aktuellen Erkenntnisse der empirischen Bildungsforschung von Hattie bis Helmke und damit verbunden die Aufgabe, einen Weg zu finden, diese für unsere Schüler im Schulalltag strukturell zu verankern und inhaltlich bestmöglich umzusetzen. Für uns heißt dies, das eigene Lehrerhandeln weiterhin zu professionalisieren und noch stärker den Blick der Schüler für den eigenen Lernprozess zu schärfen. In sehr konstruktiver Atmosphäre entstanden viele neue Ideen, deren inhaltliche und organisatorische Umsetzung detailliert erarbeitet wurden. Ziel ist es, in geöffneten Lernarrangements unseren Schülern neue, den „normalen“ Unterricht erweiternde, fächerverbindende Lernzugänge zu schaffen, die es jedem Einzelnen ermöglichen, motiviert, über einen längeren Zeitraum weitestgehend selbstständig und nah an den eigenen Interessen, individuell oder in kleinen Teams lernend zu forschen, sich Wissen anzueignen, das eigene Lernen zielgerichtet zu planen, den eigenen Lernprozess zu reflektieren  und wichtige Kompetenzen über Fachgrenzen hinweg zu erwerben.

WP_20150827_001Damit Schülern dies gelingen kann, bedarf es einer umfangreichen, eng abgestimmten und passgenauen Vorarbeit der die Klassen begleitenden Kollegenteams. Neben den Themenzugängen der beteiligten Fächer hieß dies die Organisationsformen und Phasengestaltung zu planen, zu erarbeitendes Basiswissen für alle festzulegen, operationalisierte Aufgabenformate zu formulieren, Forscherfragen vorzudenken, den Einsatz von Lernhilfen zu bedenken, die Ziele sowie Erwartungen für uns und die Schüler transparent zu formulieren und Freiräume für die Bearbeitung eigener Forscherfragen zu schaffen. Zudem galt es, die Art der Ergebnispräsentation, die Evaluation, Möglichkeiten der Selbstkontrolle, benötigte Ressourcen und die gemeinsame äußere Gestaltung in den Blick zu nehmen. Eine große Herausforderung, der sich alle Beteiligten mit viel Engagement und Spaß stellten.

WP_20150827_006Einen zweiten Schwerpunkt der Arbeit bildete die Entwicklung von Unterrichtseinheiten mit einer Verbindung von direkter Instruktion und kooperativem Lernen für den konkreten Fachunterricht. Auch hier „rauchten“ zwei Tage die Köpfe der beteiligten Kollegen, die sich nach einem theoretischen Einstieg mit Planungsbeispielen schwungvoll an die konkrete Umsetzung des zuvor Gehörten für ihren Unterricht machten.

Nach zwei arbeitsintensiven Tagen in einem tollen Tagungsambiente konnten wir bei der Ergebnispräsentation zufrieden feststellen, dass sich unsere Schüler auch dieses Jahr wieder auf viele abwechslungsreiche Unterrichtseinheiten freuen können, um bestmöglich zu lernen.

… wir bleiben dran!

 

 Schuljahr 2014/15

„Schule ist für Schüler da” (SVZ 29-05-15)

 30. Mai 2015 | Autor
Das Eldenburg-Gymnasium Lübz präsentiert beim Netzwerktreffen Lehrern anderer Schulen ihr Konzept der Ganztagsschule

LÜBZ

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Beim Rundgang durch die Schule erfahren die Lehrer noch einiges mehr über das Konzept am EGL.
Foto: sabrina panknin

Was ist guter Unter­richt? Mit dieser Frage be­schäftigt sich nicht nur John Hattie, ein neuseeländischer Bildungsforscher der Univer­sity of Melbourne, sondern auch Torsten Schwarz, Schul­leiter des Lübzer Eldenburg-­Gymnasiums. Beim Netz­werktreffen „Qualitätsent­wicklung und Evaluation in der Ganztagsschule” organi­siert durch die „Serviceagen­tur ganztägig lernen MV” tau­schen sich Lehrer unter­schiedlicher Schulen aus, be­richten von ihrem Alltag, von ihrem Schulkonzept. Allen Lehrern, die bei diesem Netz­werktreffen am Tisch sitzen, geht es um eines: Guten Un­terricht machen und allen Schülern eine Chance geben. Denn „Schule ist für Schüler da, nicht für Lehrer”, sagt Torsten Schwarz. Doch bis das Eldenburg-­Gymnasium an diesem Punkt angelangt war, war es ein langer Prozess. „Es hat viele Diskussionen im Lehrerkol­legium gegeben”, führt Tors­ten Schwarz weiter aus. Das kennt auch Dr. Matthias Schöpa, stellvertretender Schulleiter des Gymnasialen Schulzentrums Barth. „Wir achten bei unseren Neuein­stellungen schon darauf, ob die Lehrer unsere Philoso­phie mittragen oder nicht”, fügt Dr. Matthias Schöpa hin­zu.

Genauso wie das EGL in Lübz verfolgt das Gymnasiale Schulzentrum in Barth das Konzept einer Ganztags­schule. „Unsere Schüler sol­len ohne Hausaufgaben nach Hause gehen können”, erläu­tert Franka Waburg, stellver­tretende Schulleiterin des Lübzer EGL. Dafür gibt es am Gymnasium die sogenannte „SOL”-Zeit, die studienorien­tierte Lernzeit. Während die­ser Zeit lernen die Jungen und Mädchen vor allem eines: Selbstständigkeit. Denn in diesen Block fällt auch die 45­minütige Mittagspause. Doch die Schüler des Eldenburg-­Gymnasiums müssen sich selbst organisieren und pla­nen, wann sie ihre schrift­lichen Aufgaben erledigen. Hier bietet das EGL ein weiteres Angebot: die Rück­kopplung mit einem Fachleh­rer. „Wir haben extra Räume für die SOL-Zeit”, verdeut­licht Franka Waburg ihren Gästen. „Hier sind immer Lehrer vor Ort, mit denen sich die Schüler austauschen können. Und es wird ange­nommen. Vielmehr fallen den Schülern die Verände­rungen leichter als den Leh­rern”, sagt sie weiter.

Ein weiteres Mittel gibt es noch am Eldenburg-Gymna­sium: die sogenannte Feed­back-Kultur. Hier bekommen nicht nur die Schüler Rück­meldung von ihren Lehrern, sondern auch die Schüler be­urteilen ihre Fachlehrer. Nur so könne guter Unterricht entstehen, der am EGL in 80­minütigen Blöcken erfolgt. „Vom Frontalunterricht sind wir weit entfernt, unsere Schüler gestalten die Unter­richtsstunden mit und wir geben ihnen das Material dafür an die Hand”, sagt Torsten Schwarz.

Vom Konzept des Lübzer Gymnasiums sind die Gast-Lehrer angetan, begeistert. Überlegen, wie sie es an ihren Schulen umsetzen können. Genau darauf zielt ein sol­ches Netzwerktreffen durch die „Serviceagentur ganztä­gig lernen MV” ab. „In regel­mäßigen Abständen machen wir diese Treffen”, verdeut­licht Norma Grube von der Serviceagentur. „Das Eldenburg-Gymnasium war bereits eine Netzwerkschule, hatte aber zwischendurch pausiert. Jetzt sind wir auf die Schule zugegangen”, sagt Norma Grube weiter.

Doch nicht nur die Gast‑Lehrer von Schulen aus Schwerin, Barth oder Rastow nehmen aus diesem Treffen      etwas mit, sondern auch Torsten Schwarz und Franka Waburg. Am Gymnasialen Schulzentrum Barth bekommt jeder Neuling einen Betreuer an die Hand. „Somit fällt der Einstieg in eine neue Schule viel leichter. Das ist ähnlich wie bei Referendaren, die wir unendlich wichtig fin­den”, sagt Matthias Schöpa. Auch die Zukunft hat der stellvertretende Schulleiter aus Barth immer im Blick. „Wir schauen, welcher Lehrer demnächst in den Ruhestand wechseln könnte. Dann ver­suchen wir explizit für diese Fächer Lehrer zu finden und einzustellen.”

Organisation ist alles. An Ganztagsschulen, wie auch an anderen. Aber vor allem ist eines wichtig: Die Lehrer müssen die Veränderungen wollen. „Es ist ein Lernprozess. Doch die Schüler haben sich verändert, dann müssen wir das ebenfalls”, erklärt Franka Waburg.

Sabrina Panknin

„Feedback macht Lernen sichtbar“

Lübzer Eldenburg-Gymnasium präsentierte auch 2014 ausgewählte Aspekte seiner Schulentwicklung auf dem Schulkongress in Rostock

30. Dezember 2014 | Autor

IMG_0275Unter dem Motto: „Lernen sichtbar machen“ fand am 13. Dezember der jährliche Schulkongress MV in Rostock statt. Mehr als 500 engagierte Lehrer, Schulleiter, Elternvertreter und  Bildungsexperten waren an diesem Adventssonnabend der Einladung des Ministers ins Audimax der Universität Rostock gefolgt. Im Kern ging es an diesem Tag um die von John Hattie in seinem Werk „Visible Learning“ veröffentlichten Befunde empirischer Bildungsforschung. Nachdem Professor Helmke im Jahr zuvor in Anlehnung an Hattie die Frage nach „gutem Unterricht“ generell in den Mittelpunkt seiner Ausführungen rückte, gab Professor Zierer in Rostock einen guten Überblick über wichtige Kernbotschaften dieser weltweit  beachteten Studie.

Hattie geht es bei seiner Untersuchung von Unterrichtsmethoden um die Fragen: Was bzw. welche Methode wirkt am besten? Was sollte man als Lehrer tun, damit Schüler möglichst große Lernfortschritte machen? Die einzelnen Methoden und Lernformen sortiert er nach Effektstärken, von denen  Professor Zierer ausgewählte thematisierte. Wichtiger als alle Strukturdebatten, technischen Neuerungen und Klassenstärken sind in Bezug auf den Lernerfolg der Schüler gute, professionell handelnde Lehrer. Lehrer, die als „Regisseure“ direkt instruieren, die hohe Erwartungen setzen, methodisch vielfältig und zielorientiert arbeiten können, ein fehlerfreundliches Klima in der Klasse schaffen, sprich Fehler als Lernchancen zu nutzen wissen, mit Kollegen eng zusammenarbeiten, Unterricht gemeinsam planen und ihr eigenes Lehrerhandeln regelmäßig kritisch hinterfragen. Professor Zierer verwies in seinem Vortrag insbesondere darauf, dass regelmäßiges Feedback und eine fortlaufende Unterrichtsevaluation besonders hohe Effekte auf die Lernleistungen der Schüler haben.

Schulmesse und Workshops

WP_20141213_08_52_19_ProAuch dieses Jahr präsentierte das Eldenburg-Gymnasium die konkrete Umsetzung ausgewählter Aspekte der Hattie-Studie im Rahmen der kongressbegleitenden Schulmesse einer breiteren Öffentlichkeit.

Unter der Überschrift „Feedback macht Lernen sichtbar!“ und in direkter Anknüpfung an einen der Schwerpunkte des Vortrags von Professor Zierer stellten Frau Waburg und Herr Schwarz den Aufbau und die Umsetzung einer alle Kollegen einbeziehenden Feedbackkultur am Lübzer Gymnasium als einen wichtigen Baustein von Unterrichtsentwicklung vor. In vielen intensiven Gesprächen kam es zu einem für alle Seiten fruchtbaren fachlichen Austausch.

WP_20141213_08_39_35_ProDer Minister, die Mitarbeiter des BM und viele Kollegen ließen sich zudem die Einbettung dieses Einzelaspekts der Hattie-Studie in die Schulentwicklung der vergangenen vier Jahre verbunden mit einem konkreten Ausblick über das Schuljahr 2014/15 hinaus erklären und zeigten sich beeindruckt von der konsequenten, schrittweisen Umsetzung der Studienergebnisse Hatties in den Schulalltag des Lübzer Gymnasiums.

IMG_0266Weiterhin stellten sich mehrere der insgesamt zehn Schulen mit unterschiedlichen Modellen selbstorganisierter Lernzeiten vor. Für die Weiterentwicklung unserer seit 2010  eingeführten StudienOrientierten Lernzeit konnten wir so im Austausch einige lohnenswerte Impulse  mitnehmen.

Zur Vertiefung der Vortragsinhalte besuchten viele Kongressteilnehmer am Nachmittag eine ganze Reihe themenzentrierter Workshops. Frau Wieland und Frau Hauffler vom IQMV gestalteten gemeinsam mit Herrn Schwarz den Workshop zum Thema: „Feedback als Instrument der eigenen Unterrichtsentwicklung“, in dem die Teilnehmer ausgehend von einem kurzen theoretischen Grundgerüst einzelne Feedbackmethoden kennenlernten und auf ihre konkrete Anwendbarkeit in ihrem Unterricht hin diskutierten.

IMG_0319Am späten Samstagnachmittag endete der zweite Schulkongress in Rostock mit vielen intensiven Gesprächen, neuen Kontakten, spannenden Perspektiven der Zusammenarbeit mit anderen Schulen und dem guten Gefühl, dass es sich im Sinne einer guten Bildung unserer Kinder lohnt, weiterhin jeden Tag gemeinsam um den besten/effektivsten Lernweg zu ringen… wir bleiben dran.

(Prof. Zierers Rostocker Kernbotschaften in Kurzform:  (http://www.bildung-mv.de/artikel/hattie-fuer-gestresste-lehrer/)

 

„Vom Wissen zum Können und Tun“

Mehrtägige Klausurtagung des Kollegiums zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Unterrichts am EGL

28. September 2014 | Autor

WP_20140822_004Schaut man in die empirische Bildungswissenschaft, so ist es heute wissenschaftliches Allgemeingut, „dass bloßes (angelesenes) Wissen“ noch lange keinen guten Unterricht macht. Für gute Schule bedeutet dies, dass nur die zumeist in Weiterbildungen erworbene bloße Kenntnis aktueller, effektiver Unterrichtsmethoden wenig nützt, denn der Weg der Veränderung d.h. „der Weg vom Wissen zum Können und weiter bis zum Tun“ ist oft beschwerlich und langwierig. Fragt man weiter, so sind es die konsequente Arbeit an den Qualitätsbereichen von Schule sowie an bestimmten Faktoren, die eine positive Unterrichtsentwicklung und damit “gute Schule” unterstützen.

Dies sind (nach Helmke) u.a.:

  • kooperatives Lernen
  • kompetenzorientierter Unterricht
  • gemeinsame Qualitätsziele
  • Evaluationskultur und Innovationsklima (beginnend bei der SL)
  • Feedback und Selbstbeurteilung
  • Kooperation innerhalb des Kollegiums
  • Evaluation der Schulentwicklung

Um die entscheidenden Hürden auf diesem Weg zu nehmen, arbeitet das Kollegium des Eldenburg-Gymnasiums in den letzten Jahren intensiv an der inneren Schulentwicklung mit dem Schwerpunkt Unterrichtsentwicklung. Als innovatives und modernes Gymnasium, schaffen wir Lernbedingungen, die jedem einzelnen  Schüler so gut wie möglich gerecht werden. Hoher Anspruch im Unterricht gepaart mit individuellen Lernmöglichkeiten und Förderangeboten sind bei uns zentrale Aufgaben sowohl in der Unterrichtsgestaltung als auch in der Struktur unseres Gymnasiums.

WP_20140822_005Zur inhaltlichen Ausgestaltung dieser Ziele trifft sich unser Kollegium traditionell im Rahmen der Vorbereitungswoche zu einer mehrtägigen Klausurtagung, so auch in diesem August. Waren es in den letzten Jahren Inhalte wie: die Entwicklung von Qualitätskriterien guten Unterrichts, die Formulierung von Schulzielen, der Aufbau einer Feedbackkultur am EGL sowie Übungen zur „Kollegialen Unterrichtsreflexion“ und deren Umsetzung, um nur einige zu nennen, stand diesmal als Tagungsinhalt die gemeinsame Planung von Unterrichtseinheiten für das kommende Schuljahr entsprechend unserer Qualitätsansprüche unter Einbindung kooperativer Lernformen und Feedback auf dem Programm. Angeregt durch einen von Frau Kröll eindrucksvoll gestalteten Einstieg in das Thema „Projektorientiert und fächerverbindend Arbeiten mit Schülern“ entwickelte sich anschließend ein sehr konstruktiver und fruchtbarer Austausch von Ideen. Als Ergebnis entstanden viele tolle, kompetenzorientierte und anspruchsvolle Unterrichtseinheiten, auf deren Umsetzung wir uns freuen. Wir sind gespannt auf das Feedback unserer Schüler und die Ergebnisse der kollegialen Unterrichtsreflexion(KUR).

Damit diese Ideen Eingang in den Regelunterricht finden, haben wir an unserer Schule in den letzten Jahren entsprechende institutionelle Strukturen geschaffen. Hierzu gehören neben der SOL- Zeit, der Methodenwoche, dem regelmäßigen, kriterienorientierten Schüler-Lehrer-Feedback und der gegenseitigen Unterrichtshospitation aller Kollegen (KUR) auch die Evaluation durch externe Partner. Diese Strukturen laufen ab diesem Schuljahr aufeinander abgestimmt und zeitlich terminiert zusammen.

„Guter Unterricht beginnt beim Lehrer“ und gerade weil für uns der Begriff „guter Unterricht“ elementar für „das Kerngeschäft“ von Schule ist , scheint es wichtig, neben unserem schulischen Selbstbild regelmäßig, qualifizierte und ehrliche Rückmeldungen von unabhängigen, externen Bildungsexperten zu erhalten. Diese Qualitätsrückmeldungen helfen uns, den Stand der eigenen Schulentwicklung real einschätzen zu können und weitere Entwicklungschancen zu erkennen. Zudem schaffst es Transparenz gegenüber unseren Eltern und anderen Institutionen.

Jüngster sichtbarer Teil dieses Weges der Schulentwicklung am EGL ist die Neustrukturierung des Schuljahres für zwei unserer drei neuen siebenten Klassen. Wir denken, dass wir unseren Schülern so ein effektives und echtes fächerverbindendes Lernen ermöglichen werden. Die inhaltliche Ausgestaltung  war ebenso ein wichtiger Bestandteil dieser Klausurtagung.

Mit viel Freude und Engagement werden wir auch weiterhin als Kollegenteam diesen Weg aktiv gestalten und… wir bleiben dran!

T. Schwarz

 

Schuljahr 2013/14

Lübzer Gymnasium unter den innovativsten Schulen des Landes

28. Februar 2014 | Autor

Wie macht ihr das eigentlich? Wie und wann habt ihr damit angefangen? Was sind eure nächsten Schritte? Solche oder ähnliche Fragen hörte man rund um die Schulmesse im Rahmen des ersten Bildungskongresses in  MV zum Thema “Guter Unterricht in MV”. Mit viel Interesse informierten sich der Minister, Mitarbeiter des BM, Bildungsforscher der Universitäten Rostock und Greifswald sowie viele Kollegen aus dem gesamten Land am Stand des Eldenburg-Gymnasiums Lübz und den anderen vertretenen Schulen über den Ansatz und den Stand der Schul- und Unterrichtsentwicklung.

In intensiven Gesprächen erfolgte ein fruchtbarer fachlicher Austausch. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gesprächspartner von der konsequenten Implementierung grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse jüngster Bildungsstudien – mit denen sich zuvor das Impulsreferat von Bildungsforscher Professor Helmke beschäftigte – in den Schulalltag . Helmke sprach in Rostock über die Inhalte und Aussagekraft der Hattie Studie und deren Schlussfolgerungen für das Lehrerhandeln und den Schulalltag und fragte am Ende seiner Ausführungen die über 500 anwesenden Pädagogen: “Und wann wollen wir beginnen?”

In den Universitäten und der dortigen Lehrerausbildung häufig noch zu wenig rezipiert, bestimmen diese elementaren Erkenntnissen der empirischen Bildungsforschung schon seit mehreren Jahren die praktische Schulentwicklung am Lübzer Eldenburg-Gymnasium. Die Schulmesse hat gezeigt, dass das was Professor Helmke mit seinem Referat für die gesamte Schulentwicklung in MV und Deutschland anmahnt, in Lübz bereits konsequent in die Praxis umgesetzt wird.

 

„Auf den Lehrer kommt es an“

Fortbildungsreihe für die Lehrerinnen und Lehrer des ELDENBURG-GYMNASIUMS findet seine Fortsetzung …

10. November 2013 | Autor

Das Kollegium unserer Schule hat sich seit ca. zwei Jahren verstärkt zum Ziel gesetzt, konsequent die Themen der inneren Schulentwicklung, und dabei vor allem Schwerpunkte der Unterrichtsentwicklung, in verschiedenen Fortbildungen zu behandeln. Im Zentrum all unserer Überlegungen steht dabei die Frage: Wie unterrichten wir im Sinne jedes einzelnen Schülers bestmöglich.

Dabei ist es uns als Lehrerinnen und Lehrern von Beginn an wichtig gewesen, die jeweiligen Fortbildungsinhalte im eigenen Unterricht auszuprobieren, begleitend zu überprüfen und den spezifischen Bedingungen der einzelnen Lerngruppen anzupassen.  Fachliche und organisatorische Unterstützung fand unsere Schule u.a. bei den Fach- und Unterrichtsberatern des Instituts für Qualitätsentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die gemeinsam mit der Schulleitung diesen Prozess aktiv begleiten.Damit trägt unsere Schule den wichtigsten schulprogrammatischen Zielen Rechnung, die da lauten, den gegenwärtigen Bedingungen der Gesellschaft zu entsprechen und den Erfordernissen der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler entgegenzukommen.

Wir verstehen uns als ein innovatives und modernes Gymnasium, das jedem einzelnen  Schüler so gut wie möglich gerecht wird. Individuelle Förderung und Forderung sind bei uns zwei zentrale Aufgaben sowohl in der Unterrichtsgestaltung als auch in der Struktur unseres Gymnasiums. Als Ganztagsschule vermitteln wir mehr als nur Wissen.

Guter, schüler- und kompetenzorientierter Unterricht erzieht, weckt und erhält die Neugier auf Neues und Unbekanntes, hilft zu Verstehen, übt das dafür benötigte Handwerkszeug in Form wichtiger Lernmethoden und sichert somit eine breit angelegte und nachhaltige Persönlichkeitsbildung. Unsere Schule soll mehr als ein Lernort sein. Sie ist ein Lebensort für Kinder und Jugendliche, in dem sie Gemeinschaft erfahren und Demokratie erproben können. Dazu brauchen sie Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Schule als eine lernende Institution verstehen und die ihren eigenen Veränderungsprozess im Wesentlichen selbst durch sinnvolle Veränderungen und daraus abgeleiteten Weiterentwicklungen bestimmen.

Hierfür ist es unabdingbar, sich selbst als Lehrer „fit zu machen“, dass die Schülerinnen und Schüler inhaltsbezogene sowie prozessbezogene Kompetenzen entwickeln können. Dazu gehört in aller erster Linie eine gute Unterrichtsvorbereitung, die vielfältige Lernchancen kreiert sowie Möglichkeiten zur selbstständigen Wissens- und Könnensaneignung für jede Schülerin und jeden Schüler bietet.

An unserem Gymnasium wird dies auch durch die selbstorganisierte Lernzeit unterstützt, in der alle Schülerinnen und Schüler gefordert werden, Lernziele in eigener Verantwortung zu erreichen.

Seit mehreren Jahren haben alle Kolleginnen und Kollegen des Eldenburg-Gymnasiums dementsprechend methodenbezogene Lehrerfortbildungen zu Unterrichtsmethodik durchlaufen. In mehrtägigen Veranstaltungen oder in Form von unterrichtsbegleitenden Weiterbildungsmodulen qualifiziert sich unser gesamtes Kollegium regelmäßig. Im Zentrum steht dabei immer der eigene Unterricht und damit auch der Schüler.

Die thematischen Schwerpunkte in den vergangenen Monaten waren:

  • Planung und Zielorientierung/Zielstellung von Unterricht
  • Aufgabenkultur: Aufgabenformate, Anforderungsbereiche, Kompetenzorientierung
  • Schaffung, Planung und Erprobung komplexer Lernsituationen
  • Kompetenzmatrix, Unterrichtseinheiten planen
  • Präsentationen im Kollegium, Zwischenevaluationen
  • Qualifizierung und Implementierung eines KUR-Systems

und noch viel mehr.

Im Rahmen dieser Schwerpunktsetzung absolvierte das Kollegium unserer Schule im September erneut eine zweitägige Lehrerfortbildungsveranstaltung.

Das aktuelle Thema war: Stark in Krisen- Stressbewältigung für Lehrerinnen und Lehrer.                                     

Herr Matthias Wolter vom Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining veranstaltete mit uns eine inhaltsreiche und sehr praxisnahe Fortbildung, in der vor allem Strategien zur Konfliktprävention, das professionelle Führen von Elterngesprächen als auch die Frage `Wie stärke ich meine Stärken?´ eine Rolle spielten.

Eine wesentliche Einsicht für uns war es zu erkennen, dass die eigene Handlungskompetenz Grundlage für erfolgreiches pädagogisches Handeln ist. Deshalb ist es trotz z.T. jahrzehntelanger Unterrichtserfahrung immer wieder notwendig, dies zu reflektieren und zu erweitern. Die eigne Haltung und die Gefühle gilt es wahrzunehmen, zu kontrollieren und mit dem Gegenüber „Augenhöhe“ herzustellen. Während dieser Fortbildung durchliefen wir verschiedene Trainingsmodule und lernten sehr anschaulich und praxisorientiert Einflussfaktoren kennen, die in Konflikten eine Rolle spielen und das eigene  Handeln beeinflussen. Fragen wie: Was ist Stress?, Wann empfinde ich ihn?, Wie treffe ich Entscheidungen?, Was ist für mich ein Stressauslöser? wurden beantwortet, Aggressionstypen definiert und Strategien zur Stressbewältigung entwickelt. Dabei ist es sehr wichtig zu entscheiden, wann und in welchem Umfang ich mich Stresssituationen stelle. Dabei müssen die Lösungs- und Bewältigungsstrategien immer sehr individuell sein. Jeder muss seinen eigenen Schlüssel finden.

Das Ziel des Seminars, nämlich  GUT ZU SEIN, WENN ES DARAUF ANKOMMT, konnte so jeder von uns sehr persönlich und praxisorientiert erreichen.

Eine grundlegende Überzeugung aller Teilnehmer war nicht zuletzt auch die Erkenntnis, dass individuelle Stressbewältigung ein wesentlicher Bestandteil der Erhaltung und Regenerierung der eigenen Lehrergesundheit ist – Grundvoraussetzung für gelungenen Unterricht.

An diesen Themen arbeiten wir weiter …

C.Kröll

„Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat´s gemacht“

Lübzer Gymnasium setzt eingeschlagenen Weg konsequent fort

27. August 2013 | Autor
Kollegen während der Klausurtagung

Kollegen während der Klausurtagung

„Alle sagten: Das geht nicht…” Dieser Satz bildete den Auftakt zur diesjährigen Weiterbildungsreihe der Kollegen des  Lübzer Gymnasiums.

Wir alle kennen die aktuellen Diskussionen und Debatten über  Lehrermangel, Schulstrukturen, PISA, G8 oder G9, kleine Klassen, Inklusion usw. Alles politisch intensiv diskutierte Themen, die, wenn man genau hinschaut, nur sehr geringe Effekte auf das Lernen und den Lernfortschritt von Schülern haben. Wird hier um das Falsche gestritten? Viele Bildungsforscher sind sich heute einig, dass diese Oberflächenmerkmale in Bezug auf effektives Lernen nahezu wirkungslos sind.

Der eigentliche Lernerfolg hingegen hängt maßgeblich von einem professionellen Lehrerhandeln ab.  Auch deshalb haben sich die Lehrerinnen und Lehrer des Lübzer Gymnasiums bereits vor mehreren Jahren gemeinsam auf den Weg gemacht, Schule neu zu denken und entsprechend  der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu gestalten, denn nach unserem Verständnis kann Schulentwicklung nur vor Ort beginnen.

Ziel ist es in einem familiären und wertschätzenden Umfeld allen Schülern die Entfaltung ihrer individuellen Potentiale zu ermöglichen. So oder so ähnlich finden sie dieses Postulat zwar in vielen Schulprogrammen, doch im Kern geht es um mehr, nämlich um nicht weniger als die Umsetzung dieser Erkenntnisse in den Schulalltag unseres Gymnasiums. Dies bedeutet das Erlernen sowie die Einbindung neuer Lernmethoden in den Unterricht, Klarheit im Lehrerhandeln, eine Kultur des vertrauensvollen Austausches und der konstruktiven Rückmeldung zwischen Schülern, Lehrern und Eltern ergo um die Entwicklung eines veränderten Verständnisses von Schule und Unterricht.

Und hier sind zuallererst  die Lehrpersonen gefordert, weshalb sich die Pädagogen des Eldenburg-Gymnasiums auch in diesem Jahr erneut intensiv in diesem „Kernbereich“ von Schule auf einer mehrtägigen Klausurtagung weiterbildeten. Hierzu wurden Fachreferenten gewonnen, die gemeinsam mit der Schulleitung die Umsetzung der erarbeiteten Inhalte im laufenden Schuljahr begleiten werden. Mit viel Mut, Engagement sowie einem großen Maß an Offenheit, Selbstreflexion und Spaß stellen sich die Lübzer Kollegen diesen Herausforderungen – immer auf der Suche nach der noch besseren Alternative für den eigenen Unterricht und damit für die Lernentwicklung jedes einzelnen Schülers.

Für uns als Schule ist letztlich nicht allein wichtig, ob Weiterbildungen der Form nach stattfinden, sondern dass deren Ertrag auch im Unterricht Raum findet, damit unsere Schüler auf ihrem Weg ins Leben und zum Abitur erfolgreich und effektiv lernen. Alibiweiterbildungen und  politische Strukturdebatten helfen an dieser Stelle leider wenig, denn „bei Bildung geht es um mehr, als nur den Menschen das Denken zu lehren. Es geht auch darum, den Menschen Dinge nahezubringen, die es wert sind, dass man sie lernt.“ (John Hattie) – und um den besten Weg dahin, lohnt es jeden Tag neu zu ringen.

T. Schwarz

 

Schuljahr 2012/13

Eine gute Sache – Die Methodenwoche am EGL

2. September 2012 | Autor |

Dieses Jahr haben wir zum zweiten Mal das Schuljahr mit einer Methoden Woche für alle Schüler begonnen. Unser Ziel war und ist es, die erste Woche gleich dafür zu nutzen, intensiv die Arbeitstechniken und Lernmethoden zu trainieren, die in der jeweiligen Jahrgangsstufe besonders benötigt werden. Egal, ob Siebt- oder Zwölftklässler, auf jeden warteten also fünf Tage voller Arbeit, aber auch fünf Tage, die einem anderen als dem gewohnten Arbeitsrhythmus folgten.

Exkursionen und Berichte, Experimente und Protokolle, messen und beobachten, die Arbeit mit dem Intranet der Schule, Kommunikations- oder Sporttheorie, für jeden Jahrgang stand die Arbeit unter einem eigenen inhaltlichen und auch einem methodischen Schwerpunkt. Und nicht zuletzt bot sich den Schülern die Gelegenheit, mit konzentrierten Übungen über viele Fächer hinweg das zu wiederholen, was vielleicht während der Ferien aus dem Gedächtnis verschwunden war.

Gelernt wurde nicht nur in der Schule, sondern genauso auch in der Natur. Die neunten Klassen etwa erkundeten auf einer Biologie und Geografie-Exkursion den Neuen Teich. Gemeinsam arbeiten und von einander lernen, sorgfältiges Beobachten und gutes Dokumentieren, all das war gefragt. Dass dabei auch das gute Wetter und die Pausen zur guten Stimmung beitrugen, das versteht sich von selbst.

Einen weiteren Tag lang setzten sich die Zwölftklässler im Dokumentationszentrum zur Justizgeschichte und dem Archiv der Stasi-Unterlagenbehörde mit der Frage auseinander, wie die DDR mit denjenigen umging, die offen Kritik übten oder das Land verlassen wollten. Besonders beeindruckend war dabei für die Schüler in Görslow der Mut und der Einsatzwille der „Republikflüchtigen“ auf der Suche nach einer Ausreisemöglichkeit. Im Zentrum der Gespräche stand hier immer wieder die Frage danach, wie jemand zum IM (Inoffizieller Mitarbeiter) werden konnte, warum jemand auch Freunde verriet und wie die Menschen bis heute mit dieser Vergangenheit umgehen.

In der Dokumentationsstätte am Schweriner Demmlerplatz gab es die Möglichkeit, sich intensiv mit den Biografien von Stasi-Häftlingen und den Haftgründen und -bedingungen zu beschäftigen. Der Vergleich mit heutigen bürgerlich-demokratischen Grundrechtsvorstellungen forderte darüber hinaus zur kritischen Auseinandersetzung auf. Ein Gespräch mit einem Zeitzeugen bot dann Gelegenheit,viele sich aufdrängende Fragen zu stellen, sodass am Ende gar die Zeit knapp wurde.