Schnappschüsse

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Parchimer Rotary Club : „Freunde finden ist nicht schwer“ (svz)

Schülerin Kate Gagnon aus Amerika verbrachte ein Jahr in Mecklenburg. Parchimer Rotary Club unterstützte das Austausch-Projekt.

Genau so wenig wie sie damals damit rechnete, für einige Zeit in Deutschland zu leben, konnte es sich die US-Amerikanerin Kate Gagnon aus Marquette (Michigan) vorstellen, an diesem besonderen Abend vor so viel Publikum zu sprechen. Kate

Doch vor ihrer mühevoll vorbereiteten Abschlusspräsentation, zog erst einmal Ronald Pribbernow Bilanz über die letzten zwölf Monate des Rotary Clubs Parchim. Dann überreichte er als alter Präsident dem neuen Präsidenten Jochen Krippenstapel die Amtskette.

Zum Abschluss des feierlichen Präsidentenwechsels, der traditionell in den letzten Junitagen und im Café am Wockersee stattfindet, war dann Kate an der Reihe.Die Mitglieder des Clubs, die teilweise mit Kind und Kegel gekommen waren, hörten gespannt zu, als die 18-Jährige von ihren Erfahrungen in Deutschland und Europa berichtete. Hinter ihr liege eine unvergessliche Zeit: „Ohne diesen Club hätte ich das alles nicht machen dürfen“, sagte Kate dankbar, als sie ihr ganz persönliches rotarisches Jahr vor allen einmal Revue passieren ließ.

In einer Woche schon geht es für die Austauschschülerin zurück nach Hause. Ursprünglich wollte Kate das Austauschjahr in der Türkei verbringen. Dann hieß es aber Planänderung: die politische Situation dort sei zu gefährlich. Schließlich verschlug es die Schülerin nach Mecklenburg. Hier ging sie in die zehnte Klasse im Eldenburg-Gymnasium Lübz.

Der Rotary Club International organisiert alljährlich den Jugendaustausch. Neben Kate war auch der Mexikaner Marcos Gastschüler in der Region. „Ich wollte schon immer nach Europa. Hier ist kulturell viel zu entdecken, eben weil es hier unterschiedliche Länder und Sprachen gibt“, schwärmte Kate im SVZ-Gespräch. Prag, Budapest, Bratislava und Wien hätten ihr besonders gefallen, als die Jugendliche die europäischen Metropolen Stück für Stück erkunden durfte. Inzwischen spricht sie sehr gut deutsch. Außerdem portugiesisch, spanisch und französisch. Von allem ein bisschen, freute sich Kate über das, was sie alles lernte. Das war zudem der rote Faden ihrer Rede. Anhand von Fotos aus Urlauben und der Europatour, verwies sie auf ihren persönlichen Lehrpfad, den sie in den letzten Monaten gegangen sei. „Anfangs dachte ich, ich werde ganz allein sein. Dann lernte ich viele neue Leute kennen, denn Freunde finden ist nicht schwer“, so die Amerikanerin gegenüber den Parchimern. „Aus Fremden können Freunde werden“, schlussfolgerte sie und überreichte einen Wimpel des Rotary Clubs aus ihrer Heimatstadt. Jochen Krippenstapel nahm die kleine Fahne als ersten Amtsakt freudestrahlend entgegen