Schnappschüsse

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Neuer Stadtführer verbindet (svz 24-02-17)

Zum wiederholten Male trafen sich Projektpartner mit dem Ziel, einen Stadtführer durch Lübz für behinderte Menschen zu entwickeln
Lübz
 Werden einen schriftlichen Stadtführer durch Lübz herausgeben: Dominik Eulenburg (im Rollstuhl), Gerd Vorhauer, Frank Joch, Sabine Seipolt, Kathleen Skiba, Kathleen Pätzel, Henriette Schröder, Lara Kaminski, Ayleen Sargatzky, Ilona Paschke, Laura Loesch Foto: monika maria degner


Werden einen schriftlichen Stadtführer durch Lübz herausgeben: Dominik Eulenburg (im Rollstuhl), Gerd Vorhauer, Frank Joch, Sabine Seipolt, Kathleen Skiba, Kathleen Pätzel, Henriette Schröder, Lara Kaminski, Ayleen Sargatzky, Ilona Paschke, Laura Loesch
Foto: monika maria degner

Die zehn Menschen, die sich im Vorraum des Stadtmuseums Amtsturm, das zum Verein Lübzer Land e.V. gehört, drängen, kann man auch für eine der üblichen Besuchergruppen halten. Etliche junge Menschen sind darunter, allerdings sitzt ein junger Mann im Rollstuhl, ein anderer ist offenbar gehbehindert. Als sich alle in der sogenannten „Amtsstube“ des Museums um den mit musealem roten Samt bedeckten Tisch versammeln, wird aber klar: Sie haben einen besonderen Grund, hier zu sein. Die haben was vor.

Die zehn sind die Protagonisten eines Projekts von Lewitz-Werkstätten und Lübzer Gymnasium unter tatkräftiger Unterstützung des Vereins Lübzer Land e. V. Das Vorhaben konkretisiert einmal mehr das Schlagwort von der Inklusion durch ein bestimmtes Vorhaben, nämlich die Erstellung und Herausgabe eines Stadtführers durch Lübz, der ganz auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen abgestellt ist. Darüber hinaus, erläutert Kathleen Skiba von der Bereichsleitung „Wohnen“ der Lewitz- Werkstätten, „ist das Projekt selbst eine wichtige Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung“.In diesem Sinne arbeiten seit dem vergangenen Herbst einmal in der Woche Kathleen, Sabine, Frank und Dominik von den Lewitz-Werkstätten zusammen mit fünf jungen Frauen, Schülerinnen am Lübzer Gymnasium, die von Ilona Paschke zu Museumsführerinnen ausgebildet wurden. Auch Stadtführungen werden die Schülerinnen in Zukunft leiten. So sind sie bestens gerüstet, um alle vierzehn Tage, im Wechsel mit praktischen „Untersuchungen“ im Stadtgebiet von Lübz, an den Schul-PCs zusammen mit ihren behinderten Partnern diesen sehr speziellen Stadtführer auszuhecken.

Übungen im Museum: Museumführerin Henriette Schröder erläutert alte Waschtechniken. Später sollen auch die Teilnehmer der Lewitz-Werkstätten Führungen übernehmen.

Übungen im Museum: Museumführerin Henriette Schröder erläutert alte Waschtechniken. Später sollen auch die Teilnehmer der Lewitz-Werkstätten Führungen übernehmen.

Gerd Vorhauer, Geschichtslehrer am Eldenburg Gymnasium, begleitet das Projekt im Rahmen der Ganztagsschule. Geradezu begeistert berichtet Kathleen Skiba, dass sie in Lübz wie selbstverständlich von Seiten der Schulleitung und der Fachkollegen Unterstützung gefunden habe. Und wie es aussieht, wird gegen Ende des Schuljahrs tatsächlich ein gedrucktes und bebildertes Buch mehr in der Stadtinformation ausliegen, eines, das unter ganz besonderen Bedingungen entstand und von Hürden und Möglichkeiten der Behinderten auf Stadtkurs Zeugnis ablegt. Ein Beispiel: Man stelle sich vor, dass Dominik im Rollstuhl und der gehbehinderte Frank über eine Rampe auf den Vorplatz des Museums gelangen können. So weit, so gut. Sie werden auch den Vorraum des Museums erreichen, aber bereits die Halbetage der Austellung wegen der Stufen nicht mehr. Allerdings ist der Vorteil dieses Weges, dass sie über den Fahrstuhl im Vorraum des Museums die Stadtbibliothek erreichen könnten, die vom Platz aus wegen der Außenstufen wiederum unbezwingbar wäre. Was geht und was nicht geht unter den Bedingungen von Behinderung, das wird dieser besondere Stadtführer detailliert angeben.

Das Werk wird, auch um Lesebehinderung zu berücksichtigen, in sehr verknappter, einfacher Sprache verfasst sein, Bilder dienen nicht nur der Anschauung, sondern auch der Information, ebenso eine große Anzahl einfacher Symbole. Wird dieser Stadtführer dann im Sommer/Herbst ausliegen, so als ein Dokument, das eine andere Lebenswelt und Perspektive nachvollzieht und somit behinderte Mitbürger ernst nimmt.

Monika Maria Degner