Guter Unterricht weiterhin im Fokus am EGL – Schulen zum Leben –

In der Vorbereitungswoche zum Schuljahr 2018/19 nutzten die Lehrerinnen und Lehrer des Eldenburg Gymnasiums Lübz erneut zwei Tage, um sich im Rahmen des Projektes „Schulen zum Leben“  intensiv mit den beiden letzten „Haltungen erfolgreicher Lehrpersonen“ nach Hattie & Zierer auseinander zusetzen.

Am 13.08.2018 stand die Haltung „Ich erachte Schülerleistungen als Rückmeldung für mich über mich.“ im Fokus. In Umsetzung eines erweiterten Leistungsverständnisses tauschten sich die Lehrerinnen und Lehrer des Eldenburg Gymnasiums darüber aus, wie das diagnostische Potential von Noten stärker genutzt werden kann, um den Lernprozess der Lernenden individuell zu fördern und Schlussfolgerungen zum eigenen Unterricht abzuleiten. Zur praktischen Umsetzung wurden Möglichkeiten der lerngruppen- und schülerbezogenen quantitativen und qualitativen Auswertung von Klassenarbeiten und Tests aufgezeigt, wie z. B. die Analyse nach Fehlertypen, die Berechnung der individuellen Effektstärke der Schülerinnen und Schüler, die Fehlerdiagnose durch die Lernenden oder die Konstruktion diagnoseförderlicher Aufgabenstellungen.

Arbeitsschwerpunkt am Folgetag, dem 14.08.2018, war die Haltung „Ich kooperiere mit anderen Lehrpersonen.“ Aufbauend auf einer Standortbestimmung zur unterrichtsbezogenen Zusammenarbeit, wurde thematisiert, wie die am Eldenburg Gymnasium Lübz durch die Planung der GLU – Einheiten und die kollegiale Unterrichtsreflexion (KUR) bereits hoch entwickelte Kooperationskultur in Richtung unterrichtsbezogener Zusammenarbeit ausgebaut und gemeinsam weiterentwickelt werden kann. Auf der höchsten Stufe der Lehrerkooperation planten die Lehrerinnen und Lehrer in Fachgruppen ko-konstruktiv Unterricht.

Mit den Fortbildungsmodulen 9 + 10 fand die Fortbildungsreihe des Projektes „Schulen zum Leben“ ihren Abschluss. Hinter den Kolleginnen und Kollegen des Eldenburg Gymnasiums liegen zweieinhalb Jahre intensiver und produktiver evidenzbasierter Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Zeit wurde genutzt, um sich im Kollegium über Haltungen, Wertvorstellungen und Überzeugungen bezüglich guten Unterrichts auszutauschen. Gemeinsam wurden neue Wege zur Entwicklung von Unterricht beschritten. Veränderungen in Bezug auf Unterricht, aber auch in Bezug auf eine gemeinsame Vision von Schule sind spürbar und sichtbar geworden. Ein wesentlicher Effekt des Projektes ist auch in der Bestätigung der bisherigen Arbeit des Eldenburg Gymnasiums zu sehen. Die Offenheit für Veränderung und Entwicklung in Verbindung mit der Gewissheit, sich bereits gemeinsam auf einem sehr guten Weg zu befinden, sind ideale Voraussetzungen, um sich auch zukünftig erfolgreich den wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen von Schule und Unterricht zu stellen.

Das gesamte Projektteam unter der Leitung von Herrn Prof. Zierer (Universität Augsburg) bedankt sich bei allen Lehrerinnen und Lehrern des Eldenburg Gymnasiums Lübz für die konstruktive Zusammenarbeit und die herzliche Arbeitsatmosphäre im Pilotprojekt „Schulen zum Leben“ und wünscht der Schule alles Gute für ihren weiteren Entwicklungsweg.

 

R. Bloch

Referentin für das Projekt “Schulen zum Leben”

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern

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https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-blauer-brief-fuer-die-schule—was-im-system-schieflaeuft-100.html