Großes Fest statt Sportlerball (svz 06-07-2018)

Passow probierte Neues aus: Jobbörse bei Fest

Horst Kamke Passow

Passower Sportfest

Spaßige Runde: Die Kutschenfahrt war nur eine der Attraktionen beim Passower Sportfest. Foto: Horst Kamke

Neue Wege geht die Turn- und Sport-Gemeinschaft (TSG) Passow-Werder 1951: Statt des offenbar inzwischen etwas verschlafenen Sportlerballs kreierten Vereinsvorsitzender Dietmar Felski und Bürgermeister Frank Busch auf dem Passower Sportplatz ein Fest, „mit dem wir gleichermaßen Jung und Alt ansprechen wollen“.

Deshalb gab es nicht allein die üblichen Zutaten wie ein Kinderprogramm mit Ponyreiten, Rundfahrten mit Pferdekutsche oder Feuerwehrauto, Hüpfburg, Schminken oder Fußballspiel. Vielmehr wurde eine Präsentation von Firmen und Institutionen angeboten, die inständig auf der Suche nach Auszubildenden oder Berufsbewerbern sind.

Der benachbarte Malerbetrieb Grosser aus Lübz kam sogleich mit einem großen, multimedial ausgerüsteten Informations-Lastzug daher. Mehr als 60 junge Menschen wurden in Lübz seit der Wende ausgebildet. Nach wie vor bietet der Malerbetrieb dort Jahr für Jahr jeweils bis zu sechs Ausbildungsplätze an, „doch es finden sich derzeit nicht genug oder genügend qualifizierte Bewerber“, beklagte Geschäftsführer Mario Jonca. „Doch wir sind heute hier, weil wir uns etwas von dem neuen Festkonzept erhoffen.“ Außerdem waren Bundeswehr und Polizei, ein landwirtschaftlicher Betrieb, Industrie- und Handels-, Ärzte-Kammer, ein Bäcker und die Fachhochschule Güstrow vertreten.

Beim Volleyballturnier machten fünf Teams mit, die allesamt mit einem Pokal belohnt wurden. Das Fußballspiel der Alten Herren zwischen der TSG und dem SV Grün-Weiß Mestlin 1949 endete Unentschieden (4:4).

Das Lübzer Eldenburg-Gymnasium veranstaltete eine Tombola zugunsten ihrer Kasse für die Abiturfeier. Über den Hauptpreis – eine luxuriöse Luftmatratze – freute sich der achtjährige fußballbegeisterte Kolumbianer Samuel Santa Valverde. Im Rahmenprogramm trat unter anderem auch die Trommelgruppe des Dobbertiner Klosters auf. Das Sportfest endete im Festzelt mit einem Tanzabend, den DJ „Partymann“ alias Dirk Pfaff musikalisch gestaltete.