Gemeinsam erinnern – Französiche Gäste und deutsche Schüler gedenken des Todesmarsches

Vor 74 Jahren: Vom KZ Sachsenhausen über den Belower Wald bis nach Schwerin und Ludwigslust – der Todesmarsch durch unsere Region
Gedenken an den Todesmarsch Parchim 2019

An der Todesmarsch-Gedenktafel wurden Blumen niedergelegt. Foto: Torsten Schünemann, svz

In Parchim beteiligten sich am vergangenen Freitag ca. 30  Gymnasiasten des Eldenburg-Gymnasiums Lübz  am Gedenkmarsch zum 74. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Zusammen mit  französischen Überlebenden und Angehörigen nahmen sie an einem Gang durch die Parchimer Innenstadt teil. Sie waren zuerst vom Parchimer Bürgermeister, Herrn Flörke, empfangen worden, besuchten dann die Stolpersteine für die vertriebenen und ermordeten Parchimer jüdischen Familien, legten an der Todesmarsch-Gedenktafel vor der Asklepios-Klinik Blumen nieder und beteiligten sich am Ehrengrab der Todesmarschopfer auf dem Neuen Friedhof an der Gedenkfeier. Bürgermeister Dirk Flörke sagte: „Uns eint heute hier der Wunsch und auch das innere Bedürfnis, an das unheimliche Verbrechen des Todesmarsches des KZ Sachsenhausen im Konkreten als auch auf die Verbrechen des Nationalsozialismus insgesamt zu verweisen, die Erinnerung an das grausame Kapitel der deutschen Geschichte wachzuhalten und alles gemeinsam dafür zu tun, dass sich so etwas nicht noch einmal wiederholt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten und für ein Menschen achtendes, die Freiheit liebendes Miteinander streiten und kämpfen.“

Unser Dank gilt der Gedenkstätte für den Todesmarsch im Belower Wald, die die Veranstaltung angeregt und organisiert hat, und natürlich auch der Stadtt Parchim und ihrem Bürgermeister für die freundliche Unterstützung.